Keine Liberalen im Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund
publiziert: Donnerstag, 29. Mai 2003 / 21:57 Uhr

Bern - Die Aufnahme zweier liberaler Gemeinden in den Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes (SIG) ist gescheitert. Die Delegierten nahmen in Bern die Aufnahme zwar an, erreichten aber nicht das dafür nötige Zwei-Drittels-Mehr.

Die beiden liberalen Gemeinden Jüdische Liberale Gemeinde Or Chadasch aus Zürich (JLG) und die Communauté Israélite Libérale de Genève hatten gegen einen Entscheid des Centralcomités vom vergangenen Jahr rekurriert. Diese Rekurse scheiterten an der Delegiertenversammlung in Bern, wie der SIG am Abend mitteilte. Die Diskussion sei lang und intensiv gewesen.

Der Rekurs der Zürcher Gemeinde wurde zwar mit 67 zu 40 Stimmen bei 6 Enthaltungen angenommen, jener der Genfer mit 66 zu 41 Stimen bei 6 Enthaltungen. Das genügte aber nicht, denn zur Aufnahme ist eine Zwei-Drittels-Mehrheit nötig.

Die JLG reagierte in einem Communiqué enttäuscht auf den Entscheid. Damit sei eine Chance vertan worden, trotz unterschiedlicher religiöser Vorstellungen Einigkeit gegen Aussen zu zeigen und die jüdische Dachorganisation zu stärken.

Die Liberalen Gemeinden, die nach eigener Darstellung immerhin 13 Prozent der in jüdischen Gemeinden organisierten Juden vereinigen, wollen nach anderen Wegen suchen, um sich Gehör zu verschaffen.

Die Aufnahme der Liberalen war am Widerstand der Orthodoxen gescheitert. Diese hatten mit einem Austritt gedroht. Damit hätte dem SIG eine Spaltung gedroht.

Seit Entstehen der Liberalen Gemeinden schwelt der Konflikt. Die in Talmud und Thora festgeschriebenen Gesetze (Halacha) sind für die Orthodoxen sakrosankt. Im Reformjudentum aber hat der Rabbiner weniger Autorität. Liberale Juden entscheiden selbst, ob sie am Sabbat Auto fahren. Die Aufnahme der Liberalen in den SIG könne nicht akzeptiert werden, da diese elementare Grundsätze der Überlieferung ablehnten, argumentierten die Orthodoxen.

(bert/sda)

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