Laut Umfrage
Keine Mehrheit für sechs Wochen Ferien
publiziert: Freitag, 3. Feb 2012 / 18:01 Uhr
Nur 39 Prozent der Befragten wollen sechs Wochen Ferien pro Jahr.
Nur 39 Prozent der Befragten wollen sechs Wochen Ferien pro Jahr.

Bern - Die Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten möchte offenbar nicht sechs Wochen Ferien pro Jahr. Gemäss einer Umfrage von gfs.bern im Auftrag der SRG stimmen nur 39 Prozent der Initiative mit diesem Anliegen zu. Besser kommt Franz Webers Volksinitiative gegen den Zweitwohnungsbau an.

5 Meldungen im Zusammenhang
Wäre letzte Woche abgestimmt worden, hatten 61 Prozent der Befragten dem Volksbegehren «Schluss mit dem uferlosen Bau von Zweitwohnungen» zugestimmt, 27 Prozent waren dagegen. Der grösste Teil der Befragten ist der Meinung, dass Zweitwohnungen die Immobilienpreise in die Höhe treiben, die einheimische Bevölkerung verdrängen und die Landschaft zersiedeln.

Offenes Rennen

Die Politikwissenschaftler von gfs.bern warnen die Befürworter jedoch vor Euphorie: Das Schicksal der Initiative hänge vom weiteren Verlauf der Kampagne ab, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Initiativen könnten zu Beginn auf viel Sympathie stossen, würden bis zum Abstimmungstermin aber oft an Unterstützung verlieren.

Umgekehrt könnte die Initiative «6 Wochen Ferien für alle» der Gewerkschaft Travail.Suisse noch aufholen. Derzeit stimmen ihr erst 39 Prozent der Befragten zu, 55 Prozent lehnen sie ab. Überwiegende Zustimmung findet das Volksbegehren nur links der Mitte.

Zur Wiedereinführung der Buchpreisbindung sind die Meinungen geteilt: 48 Prozent sind dafür, 39 Prozent dagegen, und 13 Prozent sind noch unentschlossen. In der Deutschschweiz liegen Befürworter und Gegner derzeit fast gleichauf.

Geringes Interesse

Bei der Bauspar-Initiative und bei der Neuregelung der Geldspiele ist die Meinungsbildung noch nicht weit fortgeschritten. Dies ist laut gfs.bern unter anderem an der hohen Zahl von Unentschlossenen abzulesen. Bei der Bauspar-Initiative konnten sich 23 Prozent nicht festlegen. Insgesamt 54 Prozent äusserten sich positiv zur Initiative, 22 Prozent sind dagegen.

Bei der Neuregelung der Geldspiele zugunsten gemeinnütziger Zwecke lag der Anteil der Unentschlossenen bei 24 Prozent. Insgesamt wollen 55 Prozent zustimmen, 21 Prozent lehnten die Vorlage ab.

Gross ist das Interesse an den Abstimmungen vom 11. März nicht: Nur 39 Prozent der 1208 befragten Stimmberechtigten gaben an, daran teilnehmen zu wollen. Die repräsentative Umfrage im Auftrag der SRG SSR idée suisse wurde vom Forschungsinstitut gfs.bern zwischen dem 23. und 28. Januar in allen Landesteilen durchgeführt.

(bg/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Nein zur Ferien Initiative.
Die Verbände economiesuisse, Swissmem, Arbeitgeberverband und Fédération des Entreprises Romandes Genève lehnen die Volksinitiative für 6 Wochen Ferien ab. Die Kosten der ... mehr lesen 2
Am 11. März entscheidet das Volk über die Ferieninitiative.
Bern - Nur erholte und gesunde ... mehr lesen 2
Bern - Die Initiative «6 Wochen Ferien ... mehr lesen 2
Der SP-Nationalrat Zanetti beteuert, dass man nur in den Ferien «echt abschalten und regenieren» kann.
Nur 6 Wochen Ferien?!
Wenn man keine Steuern, Krankenkasse etc. zahlen muss, weil man Schwarzarbeit macht, liegen viel mehr als nur 6 Wochen Ferien im Jahr drin.
Und das Gute daran ist, dass die Schwarzarbeit höher bezahlt wird als "normale" Arbeit.
Noch besser allerdings ist, dass seitens der Behörden gegen Schwarzarbeit nichts getan werden kann, wenn sie aus Notwehr verrichtet wird und zum Überleben der Familie dient und die soziale Unabhängigkeit des Betroffenen vollumfänglich gewährleistet.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit ...
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen 3
Unternehmenssteuerreform  Bern - Zu Beginn der Sommersession am Montagnachmittag beugt sich der Ständerat zum zweiten Mal über die Unternehmenssteuerreform III. Von einer Einigung sind die Räte ... mehr lesen
Ständerat und kleine Kammer kommen zu keinem gemeinsamen Nenner.
Der Bundesrat müsse dafür sorgen, dass sich der Tunnel bezahlt mache.
Gotthard 2016  Altdorf - Die Alpen-Initiative fordert den Bundesrat auf, mit der Verlagerung der Gütertransporte von der ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 8°C 16°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Basel 9°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen bedeckt, wenig Regen
St. Gallen 8°C 16°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Bern 8°C 15°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen bedeckt, wenig Regen
Luzern 9°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf 10°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen trüb und nass
Lugano 11°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt anhaltender Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten