Keine Strafuntersuchung: Tod einer Patientin im Spital
publiziert: Donnerstag, 8. Jan 2009 / 22:44 Uhr

Solothurn - Der Tod einer 37-jährigen Patientin wegen eines Diagnosefehlers bleibt für die behandelnden Ärzte am Bürgerspital Solothurn folgenlos. Aufgrund eines Gutachtens eröffnet die Staatsanwaltsschaft keine Strafuntersuchung.

Es lag kein ärztlicher Behandlungsfehler vor.
Es lag kein ärztlicher Behandlungsfehler vor.
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Wie die Behörde am Donnerstagabend mitteilte, verstarb die Patientin am 14. Januar 2008, nachdem sie tags zuvor mit starken Bauchschmerzen ins Bürgerspital eingeliefert worden war. Dort wurde sie untersucht und nach medikamentöser Behandlung wieder entlassen.

Die Abklärungen ergaben in der Folge, dass sie an einem Darmverschluss starb. Der Darmverschlusss führte zu einem toxischen Herz-Kreislauf-Versagen.

Nachvollziehbarer Diagnoseirrtum

Um zu klären, ob ein ärztlicher Behandlungsfehler vorlag, liess die Staatsanwaltschaft ein Gutachten beim Institut für Rechtstsmedizin der Universität Bern (IRM) erstellen. Das Gutachten kommt zum Schluss, dass ein nachvollziehbarer Diagnoseirrtum vorliegt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Unklare Ursache

Der Darmverschluss sei wegen einer nicht voraussehbaren Spätkomplikation einer Bauchhöhlenoperation 1983 entstanden. Die Ärzte am Bürgerspital hätten dies nicht erkannt und Bauchschmerzen unklarer Ursache diagnostiziert.

Trotz falscher Diagnose erbrachte das Gutachten keine konkreten Hinweise auf ein unsorgfältiges Vorgehen der Ärzte. Die Untersuchung der Patientin sei ausreichend und umfangreich gewesen.

Keine Sorgfaltspflichtverletzung

Aufgrund des Gutachtens geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Ärzte des Bürgerspitals ihre Sorgfaltspflichten nicht verletzt hatten. Weil Hinweise auf ein strafbares Verhalten fehlen, wird keine Strafuntersuchung wegen fahrlässiger Tötung eröffnet.

(sl/sda)

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