WM als Hauptziel
Keine Tour de France und ein letzter Vertrag
publiziert: Freitag, 7. Jun 2013 / 18:00 Uhr / aktualisiert: Freitag, 7. Jun 2013 / 18:46 Uhr
Cancellara nimmt sich eine Auszeit. (Archivbild)
Cancellara nimmt sich eine Auszeit. (Archivbild)

Die Tour de France lässt Fabian Cancellara in diesem Jahr wie erwartet aus. Stattdessen plant er in den kommenden Wochen, seine Zukunft zu regeln und den letzten Vertrag seiner Karriere (bis 2016) zu unterzeichnen. Sportlich steht die WM im September im Fokus.

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Die Neuigkeit, die Cancellara am Tag vor dem Start der 77. Tour de Suisse verkündete, war eigentlich nicht neu. Der Berner, der im Frühling mit den Siegen an der Flandern-Rundfahrt und bei Paris-Roubaix brilliert hatte, hatte bereits früh angedeutet, dass er die Jubiläums-Ausgabe der "grande boucle" auslassen wird. Nun offizialisierte der Profi des Teams RadioShack-Leopard seinen Verzicht.

"Die Tour de France hat mir immer viel gegeben, aber es gibt auch andere Rennen", so Cancellara. "Meine Ziele in diesem Jahr waren die Klassiker im Frühling und sind die Weltmeisterschaften im Herbst. Das ist auch der Grund für meinen Verzicht. Ich starte nicht, wenn ich nicht hundertprozentig bereit bin."

Dass zum Auftakt der 100. Tour de France am 29. Juni auf der Insel Korsika kein Zeitfahren, respektive kein Prolog stattfindet, sei nicht der Grund. "Das wäre eine Ausrede." Viermal gewann Cancellara den Prolog der Tour de France (letztmals vor einem Jahr) und insgesamt 29 Tage lang trug er das gelbe Leadertrikot.

Vuelta als WM-Vorbereitung

Auch wenn er sich in einer Zwischenphase der Saison befindet, untätig wird Cancellara nach der Tour de Suisse nicht sein. Statt der Tour de France wird Cancellara die Landesrundfahrten Österreichs (30. Juni bis 7. Juli) und Polens (27. Juli bis 4. August) bestreiten. Und als Vorbereitung auf sein zweites grosses Saisonziel, die WM Ende September in Italien, startet der 32-Jährige an der Vuelta (24. August bis 16. September).

Auch die neuntägige Tour de Suisse, die heute (Samstag) in Quinto TI mit einem Zeitfahren über 8,1 km beginnt, steht für Cancellara nicht im Zentrum. Zum Kampf gegen die Uhr tritt der Berner selbstredend "mit Ambitionen" an, wie er an einer Medienkonferenz in Vezia bei Lugano sagte. "Wenn man mein Palmares anschaut, dann kam in den letzten Jahren in den Prologen fast immer ein gutes Resultat heraus. Ich werde sicher auch dieses Jahr alles versuchen und dann schauen, was herauskommt." Mit einem Sieg Cancellaras auf dem Flugplatz bei Ambri ist nicht zu rechnen.

2016 soll Schluss sein

Mit ein Grund, dass sich Cancellara derzeit nicht vollumfänglich auf das Sportliche konzentriert, ist auch seine weiterhin offene Zukunft. Sein Vertrag mit RadioShack-Leopard läuft Ende Saison aus. Und da sich die Mannschaft in dieser Form voraussichtlich aus der World Tour verabschieden wird, ist Cancellaras Zukunft umso mehr offen. Spekuliert wird über ein Rückkehr zu Bjarne Riis und der Equipe Saxo-Tinkoff oder ein "Verbleib" beim vermutlichen Nachfolge-Team von Leopard.

Für Cancellara steht fest: Den nächsten Vertrag, den er unterzeichnet, ist sein letzter. Drei Jahre will er sich noch verpflichten. Danach soll die grandiose Karriere des Ausnahmefahrers zu Ende sein. "2016 werde ich 16 Jahre Profi gewesen sein, das ist eine sehr lange Zeit", so Cancellara. Bereits jetzt blickt Cancellara in die Ferne und denkt über die Zeit nach seiner aktiven Karriere nach. Im Vordergrund für seinen letzten Vertrag steht deshalb nicht nur der sportliche Aspekt, sondern auch der Übergang in die Zeit danach. "Ich habe verschiedene Optionen und bin offen für alles", sagt Cancellara.

Cancellaras "neue Ziele"

"Ich kann nicht vorwärts schauen ohne mir neue Ziele zu setzen", so Cancellara weiter. In den kommenden Jahren könnten die Lombardei-Rundfahrt oder die Ardennen-Klassiker die neuen Ziele Cancellaras sein. Diese Rennen gewann der dreifache Zeitfahr-Weltmeister noch nie. Und das Leadertrikot des Giro d'Italia hat er ebenfalls noch nie erobert. "Die 'maglia rosa' fehlt mir noch", deutete er seine Pläne für die letzten Jahre seiner Karriere an. Und er sprach es zwar nicht aus, es könnte aber durchaus möglich sein, dass er die Tour de France nicht nur in diesem Jahr auslassen, sondern sie nie mehr bestreiten wird.

(fajd/Si)

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