Keine UNO-Beratungen über Streubomben-Verbot
publiziert: Freitag, 17. Nov 2006 / 17:18 Uhr / aktualisiert: Freitag, 17. Nov 2006 / 17:41 Uhr

Genf - Nach der dritten UNO-Konferenz soll es vorerst keine offiziellen Beratungen über ein gezieltes Verbot von Streubomben geben.

Cluster-Bomben zerspringen in viele kleine Einzelbomben.
Cluster-Bomben zerspringen in viele kleine Einzelbomben.
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Dies wurde zum Abschluss der dritten UNO-Konferenz zur Überprüfung der Konvention über konventionelle Waffen in Genf deutlich.

Allerdings kündigte Norwegen nach Angaben von Teilnehmern an, in Oslo eine internationale Konferenz organisieren zu wollen, auf der über das Thema beraten wird.

Während gut 30 Länder, darunter die Schweiz, sich für Verhandlungen aussprachen, sperrten sich die USA, Grossbritannien, Russland, China, Indien, Japan, Pakistan und Australien.

Diskussionen wieder aufnehmen

Man werde dennoch die Diskussionen über das Thema im Juni nächsten Jahres wiederaufnehmen, sagte der Vorsitzende der Konferenz, der französische Botschafter François Rivasseau.

Streubomben (cluster bombs) zerspringen in viele kleine Einzelbomben, die schwere Verletzungen hervorrufen und als Blindgänger auch nach langer Zeit die Bevölkerung und besonders Kinder gefährden. Sie wurden zuletzt von Israel im jüngsten Libanonkrieg angewendet.

Beklagte Unverbindlichkeit

Nicht-Regierungsorganisationen beklagten, dass man sich unter den Vertragspartnern an der UNO-Konferenz in Genf lediglich auf einen unverbindlichen Meinungsaustausch über die Möglichkeiten der Anwendbarkeit des humanitären Völkerrechts verständigt habe.

Die Schweiz verfügt über rund 200 000 Streumunitionssysteme für Panzerhaubitzen und schwere Minenwerfer - so genannte Kanistermunition.

Diese Granaten verfügen über Doppelzünder, die bei der 1. Detonation 98 Prozent der Bomblets zur Explosion bringen. Nach der 2. Detonation sollten nur einige Promille zurückbleiben.

Schweizer Munition

Nach Angaben von Direktor Paul Vermeulen von Handicap International Schweiz handelt es sich bei der Schweizer Munition um das mit Israel entwickelte Modell M85.

Die Zahl der im Süd-Libanon gefundenen M85- Blindgänger bewiesen, dass dieser Mechanismus keine glaubwürdige Lösung für den Schutz der Zivilbevölkerung sei.

(dl/sda)

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