Keine WK-Soldaten mehr vor den Botschaften
publiziert: Freitag, 20. Jan 2006 / 13:15 Uhr / aktualisiert: Freitag, 20. Jan 2006 / 15:59 Uhr

Bern - Ab 1. Juli will VBS-Chef Samuel Schmid für die Botschaftsbewachung keine WK-Truppen mehr einsetzen. Diese Aufgaben sollen Durchdiener und Profis der Militärischen Sicherheit übernehmen.

Durchdiener und Profiss sollen künftig die Botschaften bewachen.
Durchdiener und Profiss sollen künftig die Botschaften bewachen.
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Der Bundesrat muss den Entscheid noch genehmigen. Die Armee erfüllt seit über einem Jahrzehnt den politischen Auftrag, ausländische diplomatische Vertretungen in Bern, Zürich und Genf zu bewachen. 2004 hat das Parlament beschlossen, diesen Einsatz «AMBA CENTRO» bis Ende 2007 zu verlängern.

Schmid möchte nun die bisher engagierten WK-Truppen zu Gunsten der Ausbildung entlasten. In Bern und Genf sollen ab 1. Juli 2006 Durchdiener der Infanterie-Bereitschaftstruppen zum Einsatz kommen, verstärkt durch Berufsmilitär der Militärischen Sicherheit. In Zürich sind hauptsächliche Angehörige der Militärischen Sicherheit vorgesehen.

Ausnahme bei EURO 08

Laut Mitteilung des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) sollen WK-Soldaten für Botschaftsbewachungen nur noch herangezogen werden können, wenn die neu dafür vorgesehenen Truppen für andere subsidiäre Sicherungseinsätze wie die EURO 08 benötigt werden.

Im Übrigen müssen die WK-Formationen im Dienstleistungsplan für «AMBA CENTRO» vorläufig weiterhin als Reserve eingesetzt werden. Die Rekrutierungszahlen bei den Infanterie-Durchdienern reichen nämlich noch nicht aus.

Schmid schlägt vor, den Befehl über die subsidiären Sicherungseinsätze dem Kommandanten der Militärischen Sicherheit, Brigadier Urs Hürlimann, zu übertragen.

(ht/sda)

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