Friedensprozess in Kolumbien
Kerry sichert Unterstützung zu
publiziert: Dienstag, 22. Mrz 2016 / 08:24 Uhr
John Kerry traf sich mit Vertretern der FARC-Guerilla. (Archivbild)
John Kerry traf sich mit Vertretern der FARC-Guerilla. (Archivbild)

Havanna - US-Aussenminister John Kerry hat bei Treffen mit Vertretern der FARC-Guerilla und der kolumbianischen Regierung in Havanna die Unterstützung seines Landes für den Friedensprozess in Kolumbien zugesichert. Die FARC gab sich zuversichtlich.

Der Chefunterhändler der FARC, Iván Márquez, sprach von einem «historischen Treffen». «Der Frieden schreitet voran in Kolumbien», erklärte er.

Die USA würden «den Friedensprozess entschieden unterstützen», erklärte das US-Aussenministerium nach den Treffen am Montag. Die USA würden das ihre dazu beitragen um das geplante Friedensabkommen umzusetzen und «den längsten Konflikt der westlichen Hemisphäre» zu beenden.

Kerry rief die Unterhändler auf, ihre Bemühungen zur Klärung der noch ausstehenden Fragen zu verstärken. Dazu gehörten ein bilateraler Waffenstillstand unter Aufsicht der UNO, ein Zeitplan für die Entwaffnung der Guerillakämpfer und Sicherheitsgarantien für politische Akteure.

Abschlussfrist verschoben

Der Chefunterhändler der Regierungsdelegation, Humberto de la Calle, hob hervor, dass die USA konkrete Unterstützung für die Gewährleistung der Sicherheit der früheren Guerillakämpfer angekündigt hätten.

Washington hatte im Februar 450 Millionen Dollar Unterstützung für die Umsetzung des Friedensabkommens versprochen. Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) werden aber von den USA weiter als Terrororganisation betrachtet.

Die im November 2012 in Havanna aufgenommenen Friedensgespräche sind weit vorangeschritten, doch bleiben noch offene Fragen. Eine selbstgesetzte Frist zum Abschluss eines Abkommens bis Mittwoch konnte nicht eingehalten werden.

In dem jahrzehntelangen Konflikt zwischen der linken FARC-Rebellengruppe, den Sicherheitskräften und rechten Paramilitärs wurden mehr als 260'000 Menschen getötet und 6,6 Millionen Menschen vertrieben.

(arc/sda)

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