Khartum lehnt auch die überarbeitete UNO-Resolution ab
publiziert: Mittwoch, 15. Sep 2004 / 17:08 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 15. Sep 2004 / 17:35 Uhr

Kairo/New York - Die sudanesische Regierung hat die überarbeiteten UNO-Darfur-Resolution zurückgewiesen. Auch die neue Version droht Sudan mit Wirtschaftssanktionen gegen die Ölindustrie, falls sie das Morden und die Vertreibungen in Darfur nicht stoppt.

In Darfur kämpfen verschiedene Rebellengruppen seit mehr als einem Jahr um Wasser und Land.
In Darfur kämpfen verschiedene Rebellengruppen seit mehr als einem Jahr um Wasser und Land.
Zudem sieht die überarbeitete Version vor, dass die Überwachungstruppen der Afrikanischen Union verstärkt werden. Der sudanesische Aussenminister sagte auf einer Pressekonferenz in Kairo über die Resolution: Sie ist unausgeglichen, unfair, und wir weisen sie genauso zurück wie die erste.

In der Europäischen Union (EU) verhärtet sich derweil der Kurs gegen Khartum. Am Donnerstag soll das Europaparlament über eine Resolution abstimmen, in der dem Sudan explizit Völkermord vorgeworfen wird.

Die Darfur-Friedensgespräche in Nigeria wurden nach Angaben einer beteiligten Rebellengruppe abgebrochen. Es sei keine Einigung über zentrale Sicherheitsfragen zu Stande gekommen, sagte ein Vertreter der Gruppe.

In der Krisenregion Darfur kämpfen verschiedene Rebellengruppen seit mehr als einem Jahr um Wasser und Land. Arabische Reitermilizen werden für Ermordungen, Vergewaltigungen und Vertreibungen verantwortlich gemacht.

(bert/sda)

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