Kim Jong Il mit Sohn an gigantischer Militärparade
publiziert: Sonntag, 10. Okt 2010 / 10:34 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 10. Okt 2010 / 10:55 Uhr
Militärparade in Nordkorea. (Archivbild)
Militärparade in Nordkorea. (Archivbild)

Seoul - Die nordkoreanische Führung hat mit einer riesigen Militärparade den 65. Jahrestag der Gründung der kommunistischen Partei des Landes gefeiert. Der Aufmarsch mit 20'000 Soldaten wurde am Sonntag von Machthaber Kim Jong Il abgenommen.

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Neben ihm befand sich sein Sohn Kim Jong Un, der durch den prominenten Auftritt erneut seine Stellung als designierter Nachfolger seines durch Krankheit geschwächten Vaters unterstrich.

Die Militärparade in der Hauptstadt Pjöngjang war eine der grössten seit Jahren in dem abgeschotteten Land, das zwar über Atomwaffen verfügt, aber unter chronischer Lebensmittelknappheit und wirtschaftlichen Schwierigkeiten leidet.

Der Aufmarsch fand nur knapp zwei Wochen nach dem ersten Parteitag der nordkoreanischen Kommunisten seit drei Jahrzehnten statt. Auf ihm war der jüngste Kim-Sohn in die Parteiführung aufgenommen und zum Vier-Sterne-General ernannt worden. Dies galt als sicheres Zeichen, dass Kim Jong Un von seinem 68 Jahre alten Vater der Weg zur Nachfolge geebnet werden soll.

Das nordkoreanische Fernsehen zeigte den Sohn am Sonntag zusammen mit anderen Würdenträgern nur einige Schritte von seinem Vater entfernt, als tausende Soldaten und Raketen tragende Lastwagen an ihnen vorbeizogen.

Auch China mit dabei

Die Parade begann mit einem Hornsignal. Eine Flagge mit dem Porträt von Kim Il Sung, dem verstorbenen Vater des heutigen Machthabers, der offiziell noch immer Nordkoreas Präsident ist, wurde darauf auf den Platz getragen. «Alle Paradeteilnehmer blickten mit demütigster Ehrerbietung auf zu der Flagge», hiess es bei der staatlichen nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA.

Vater und Sohn Kim applaudierten immer wieder und grüssten die vorbeiziehenden Truppen. Eine grosse Menschenmenge im Hintergrund formte mit Objekten, die wie hochgehaltene Blumensträusse aussahen, riesige Bilder mit Sprüchen wie «die Arbeiterpartei der Demokratischen Volksrepublik Korea» oder «65. Jahrestag».

An der Parade nahm auch eine Delegation aus China, Nordkoreas engster Verbündeter, teil. Laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua traf der Kim-Sohn mit der Führung der Delegation zusammen.

(bert/sda)

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