Wahlfreiheit begünstigt Grosszügigkeit
Kinder teilen vermehrt durch Freiwilligkeit
publiziert: Dienstag, 20. Aug 2013 / 08:47 Uhr
Die Kinder, die aus eigenem Antrieb heraus teilen durften, zeigten sich im Durchschnitt grosszügiger.
Die Kinder, die aus eigenem Antrieb heraus teilen durften, zeigten sich im Durchschnitt grosszügiger.

Berlin - Damit Kinder lernen, ihre Spielsachen zu teilen, sollten sie nicht dazu gezwungen werden.

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Denn das hat einen Einfluss auf das spätere Leben, wie die Psychologen Nadia Chernyak und Tamar Kushnir von der Cornell University herausgefunden haben. Die Forscher haben Drei- bis Fünfjährige in drei Gruppen getestet. Sie gaben jedem Kind eine Puppe und einen Aufkleber - mit überraschendem Ergebnis.

Wahlfreiheit wichtig

Die Einfachheit der Tests war entscheidend für das Ergebnis: Die Kinder der ersten Gruppe wurden vor die Wahl gestellt, den Aufkleber entweder zu behalten oder mit der Puppe zu teilen. Die zweite Gruppe konnte den Aufkleber entweder teilen oder beiseitelegen. Die Kinder der dritten Gruppe wurden von den Wissenschaftlern hingegen angewiesen, den kostbaren Aufkleber zu teilen.

«Sobald die Kinder sich selber dazu entscheiden, einen Gegenstand zu teilen, werden sie später grosszügiger - es ist nicht etwa so, dass wenn man sie dazu auffordert zu teilen, sie es später dann auch gerne machen», sagt Psychologe Chernyak. Es sei vorteilhafter, wenn die Kinder ihr soziales Wesen selber entdeckten. Bei einem zweiten Experiment bekamen die Kinder drei Aufkleber. Sie konnten zwischen den Optionen wählen, die Sticker zu teilen. Die Kinder, die zuvor die Wahl hatten zu teilen, waren bereitwilliger ihren Besitz abzugeben.

Eigener Raum essenziell

Ein drittes Experiment stützte das Ergebnis, dass Kinder bei einer Wahlfreiheit Dinge zu teilen, lernen grosszügig zu sein. Den Kleinkindern wurden Spielzeugfrösche und Papierfetzen gegeben. Die Gruppe der Kinder, die aus eigenem Antrieb heraus teilen durften, zeigten sich auch hier im Durchschnitt grosszügiger. «Den Kindern einen Raum zu geben, schwierige Entscheidungen selber zu treffen, unterstützt eher ihr soziales Verhalten, als wenn den Kindern ständig gelehrt wird, höflich und freundlich zu anderen zu sein», sagt Chernyak abschliessend.

 

(fajd/pte)

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