Kindermissbrauch durch UNO-Soldaten?
publiziert: Dienstag, 27. Mai 2008 / 21:05 Uhr

Nairobi - Angehörige von UNO-Friedenstruppen und Mitglieder von Hilfsorganisationen haben nach einem Bericht der britischen Kinderschutzorganisation «Save the children» im Kongo, Elfenbeinküste und anderen Staaten Kinder sexuell missbraucht.

Die Kinder würden im Austausch gegen Lebensmittel, Seife oder Mobiltelefone zu sexuellen Handlungen gezwungen.
Die Kinder würden im Austausch gegen Lebensmittel, Seife oder Mobiltelefone zu sexuellen Handlungen gezwungen.
Einige der Opfer seien erst sechs Jahre alt gewesen, sagte Hearther Kerr, Landesdirektorin der Organisation in Elfenbeinküste, dem britischen Radiosender BBC.

Die Hilfsorganisation habe mehrere hundert Kinder in Haiti, Elfenbeinküste und dem Kongo befragt - Ländern, in denen ähnliche Vorfälle bereits in der Vergangenheit aufgedeckt worden waren.

«Es wird nicht nur Sex mit Minderjährigen gegen Lebensmittel gehandelt, es gibt auch Vergewaltigungen und Kinderpornographie mit Kindern, die als Flüchtlinge, Waisen oder Strassenkinder bereits besonders schutzlos sind», betonte Kerr.

Auch NGOs verwickelt

Der Bericht sei an die UNO geschickt worden, welche die Vorwürfe untersuchen wollen, hiess es. Es handle sich zwar nur um eine Minderheit von Friedenshütern und Helfern. «Aber sie missbrauchen ihre Macht, um Kinder auszunutzen, die darüber niemandem berichten können.»

Nach Angaben der Organisation sind neben Angehörigen der UNO-Friedenstruppen auch Mitglieder vieler regierungsunabhängiger Organisationen (NGO) in die Vorfälle verwickelt, darunter auch «Save the children» selbst.

Zu sexuellen Handlungen gezwungen

Die Kinder würden im Austausch gegen Lebensmittel, Seife oder Mobiltelefone zu sexuellen Handlungen gezwungen. Der zuständige UNO-Sprecher Nick Birnback nannte die Missbrauchsfälle «völlig inakzeptabel».

Im vergangenen November waren mehr als 110 srilankische Blauhelmsoldaten wegen serienmässigen sexuellen Missbrauchs von ihrem Einsatz in Haiti abberufen worden. Auch in der Elfenbeinküste, in der Demokratischen Republik Kongo und in Liberia waren UNO-Soldaten in ähnliche Fälle verwickelt.

(fest/sda)

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