Kinderpornografie-Fall mit 12'000 Verdächtigen
publiziert: Montag, 24. Dez 2007 / 12:43 Uhr

Halle - In Deutschland wird im bislang grössten Fall von Kinderpornografie ermittelt. Bundesweit gibt es zur Zeit 12'000 Verdächtige, wie der hallesche Oberstaatsanwalt Peter Vogt sagte.

«Schon wenn zielgerichtet mit bestimmten Begriffen nach Kinderpornografie gesucht wird, macht man sich strafbar», so Vogt.
«Schon wenn zielgerichtet mit bestimmten Begriffen nach Kinderpornografie gesucht wird, macht man sich strafbar», so Vogt.
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Allein in Sachsen-Anhalt gingen Ermittler gegen 300 Tatverdächtige vor, sagte der Chef der Zentralstelle für Ermittlungen gegen Kinderpornografie. «Ihnen wird vorgeworfen, kinderpornografisches Material heruntergeladen oder besessen zu haben.»

Bei den Ermittlungen unter dem Namen «Himmel» gebe es weitere Verdächtige in etwa 70 Ländern. Nach Angaben der «Mitteldeutschen Zeitung» läuft die bundesweite Aktion schon seit mehreren Monaten.

Nach Angaben Vogts kamen die Fahnder den Verdächtigen durch den Hinweis eines Berliner Internet-Anbieters auf die Spur. «Der Provider hatte einen enormen Datenverkehr festgestellt.»

Bei der Analyse der Daten habe sich herausgestellt, dass es sich um Zugriffe auf ein kinderpornografisches Portal handelte.

Kinderpornographie schnell strafbar

Vogt wies darauf hin, dass sich Internetnutzer bei Kinderpornografie sehr schnell strafbar machten. «Schon wenn zielgerichtet mit bestimmten Begriffen nach Kinderpornografie gesucht wird, macht man sich strafbar.»

Internetnutzer, die Mails mit kinderpornografischem Inhalt erhielten, sollten sich bei der Polizei melden und die Mail den Behörden weiterleiten. «Schon als Adressat solcher Mails kann man ins Visier der Ermittler geraten.»

(dl/sda)

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