Kinderschänder Dutroux bestreitet Mordvorwürfe
publiziert: Donnerstag, 10. Jun 2004 / 18:30 Uhr

Arlon - Der vorbestrafte Kinderschänder Marc Dutroux hat alle Mordvorwürfe erneut zurückgewiesen. In seinem Schlusswort im Mädchenmordprozess räumte der Hauptangeklagte eine Mitschuld an der Entführung von vier Opfern ein.

Marc Dutroux droht eine lebenslange Haft.
Marc Dutroux droht eine lebenslange Haft.
Manche glauben, ich hätte den Schlüssel für alles Unbekannte in der Hand, sagte Dutroux. Einzelheiten zum Tod könne er jedoch nicht berichten, weil er nicht dabei gewesen sei. Dutroux ist angeklagt, 1995 und 1996 sechs Mädchen im Alter von acht bis 19 Jahren entführt und vergewaltigt zu haben. Vier von ihnen starben.

Dutroux forderte seine mitangeklagte Ex-Frau Michelle Martin auf, aus Liebe zu den gemeinsamen Kindern und der Familie die Wahrheit zu sagen. Michelle, ich habe Dich geliebt wie keine andere, und ich habe immer noch Gefühle für Dich, sagte Dutroux.

Ermittler angeklagt

Schwere Anschuldigungen erhob der 47-Jährige auch gegen seinen mutmasslichen Komplizen Michel Nihoul. Dieser sei der Drahtzieher der Verbrechen; er habe Kinder bei Dutroux bestellt.

Auch die Ermittler klagte Dutroux erneut an. Sie hätten im Prozess bewusst nur einen Bruchteil der vorliegenden Beweise präsentiert, behauptete er. Damit hätten sie die These des isolierten Einzeltäters stützen und von den eigentlichen Hintermännern im Justiz- und Politikapparat ablenken wollen.

Dutroux forderte die zwölf Geschworenen auf, der von der Staatsanwaltschaft präsentierten Version der Wahrheit keinen Glauben zu schenken. Die Opfer brauchen Gerechtigkeit, hämmert er der Jury ein. Nach Dutroux ergriffen noch einmal kurz seine Ex-Frau Martin sowie Nihoul das Wort. Martin bekundete dabei erneut ihre Reue, die Verbrechen ihres Mannes über Jahre gedeckt zu haben.

Urteil in zwei Wochen

Der wegen Finanzdelikte vorbestrafte Geschäftsmann Nihoul bezeichnete sich dagegen als unschuldig. Der mutmassliche Komplize Michel Lelièvre, der an den Entführungen teilgenommen haben soll, wollte sich dagegen nicht äussern.

Mit Dutroux´ Schlusswort steht das Verfahren nach mehr als drei Monaten kurz vor dem Abschluss. Ihm droht lebenslange Haft. Das Urteil wird nach den Beratungen der Jury in zwei Wochen erwartet - rund acht Jahre nach Dutroux´ Festnahme.

(rp/sda)

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