Kindersterblichkeit weltweit rückläufig
Kindersterblichkeit in letzten 20 Jahren weltweit rückläufig
publiziert: Donnerstag, 13. Sep 2012 / 07:56 Uhr
Der Rückgang der Kindersterblichkeit konnte weltweit beobachtet werden. (Symbolbild)
Der Rückgang der Kindersterblichkeit konnte weltweit beobachtet werden. (Symbolbild)

Genf - Die Kindersterblichkeit ist in den letzten 20 Jahren weltweit zurückgegangen. Das zeigt ein am Mittwoch veröffentlichter Bericht des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF.

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Die Zahl der Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren ging von 12 Millionen im Jahr 1990 auf 6,9 Millionen im Jahr 2011 zurück. Das entspricht einem Rückgang von 41 Prozent.

UNICEF-Generaldirektor Anthony Lake sprach denn auch von «einem beachtlichen Erfolg». Es bleibe aber noch viel zu tun. Jährlich würden Millionen Kinder sterben, obschon es in den meisten Fällen längst bezahlbare und bewährte Mittel und Massnahmen gäbe, um dies zu verhindern.

Der Rückgang der Kindersterblichkeit konnte weltweit beobachtet werden. Sowohl in armen Ländern wie Bangladesch, Liberia oder Ruanda, solchen mit mittlerem Einkommen wie Brasilien oder Türkei, als auch in Ländern wie dem Oman ging die Sterblichkeit zwischen 1990 und 2011 um mehr als zwei Drittel zurück.

Südasien und Schwarzafrika

Allerdings sterben auf der Welt noch immer jeden Tag 19'000 Kinder unter fünf Jahren. 80 Prozent dieser Todesfälle konzentrieren sich auf Südasien und den afrikanischen Kontinent südlich der Sahara.

Die Hälfte der Todesfälle ereignete sich in fünf Ländern: An der Spitze liegt Indien mit 24 Prozent vor Nigeria mit 11 Prozent. Danach folgen die Demokratische Republik Kongo, Pakistan und China.

Ein Drittel der Todesfälle ist auf Unterernährung zurückzuführen. Lungenentzündungen und Durchfall sind der Ursprung für 30 Prozent der Todesfälle bei Kindern.

Kein Zugang zu Behandlung

Infektionen treffen überproportional die arme und verletzliche Bevölkerung, die sich nicht behandeln lassen kann und auch keinen Zugang zu Prävention hat. Diese Todesfälle wären laut UNICEF fast alle vermeidbar.

«Um Leben zu retten, brauchen wir Impfstoffe, eine angemessene Ernährung und medizinische Hilfe», sagte UNICEF-Generalsekretär Lake. Die internationale Gemeinschaft verfüge über die Technologien und das Wissen. Die Herausforderung sei, diese auch jedem Kind zur Verfügung zu stellen.

(knob/sda)

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