Kinderzulagen von 600 Franken gefordert
publiziert: Freitag, 16. Sep 2005 / 15:11 Uhr

Bern - Die Westschweizer Gruppierung «Mouvement Populaire des Familles» (MPF) fordert eine landesweit einheitliche Kinderzulage von 600 Franken pro Monat und Kind.

Das MPF rechnet vor, dass jährlich Hausarbeiten im Wert von 242 Mrd. Franken verrichtet werden.
Das MPF rechnet vor, dass jährlich Hausarbeiten im Wert von 242 Mrd. Franken verrichtet werden.
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Finanziert werden soll sie über eine Sozialsteuer und eine Steuer für Unternehmen.

Die Kinderzulage solle jährlich dem Index der Konsumentenpreise angepasst werden, führte das Mouvement Populaire in Bern vor den Medien aus.

Universelles Recht

Kinderzulagen müssten zum universellen Recht werden und die Kosten, die den Familien für Unterhalt und Erziehung der Kinder entstehen, zum grossen Teil decken.

Für bis 15-jährige Kinder wird eine Finanzierung über eine allgemeine Sozialabgabe vorgeschlagen, um die wirtschaftlichen und sozialen Leistungen von Familien abzugelten.

242 Mrd. Franken für unbezahlte Hausarbeit

Mit Berufung auf Zahlen aus dem Kanton Zürich schreibt das MPF von 242 Mrd. Franken im Jahr für unbezahlte Hausarbeit und Ausgaben von Familien.

Die Abgabe für 15- bis 25-jährige Kinder und Jugendliche in Ausbildung sollen Unternehmen mit einer Abgabe auf ihre Bruttowertschöpfung leisten, wie das MPF weiter vorschlägt. Die Unternehmen profitierten von der durch Familien und Schulen geleisteten Ausbildung und Erziehung der Kinder.

Damit liegt die Forderung des MPF weit höher als die Vorstellungen einer einheitlichen Kinderzulage in den Eidgenössischen Räten.

Nationalrat offeriert 200 Franken

Der Nationalrat beschloss im März eine Zulage von 200 Franken pro Monat und Kind und 250 Franken pro Monat für Jugendliche in Ausbildung.

Damit möchte die Grosse Kammer eine bejahrte parlamentarische Initiative umsetzen und gleichzeitig gegen eine in den Räten als chancenlos angesehene Volksinitiative von Travail.Suisse antreten, die mindestens 450 Franken für jedes Kind fordert. Der Ständerat wird den Vorschlag des Nationalrates in der Herbstsession als Zweitrat behandeln.

(bsk/sda)

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