400 Kinder in Sicherheit
Kindsmissbrauch: 660 Festnahmen in Grossbritannien
publiziert: Mittwoch, 16. Jul 2014 / 14:29 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 16. Jul 2014 / 14:57 Uhr
Die Ermittlungen zielten auf verdächtige Personen im Internet. (Symbolbild)
Die Ermittlungen zielten auf verdächtige Personen im Internet. (Symbolbild)

London - Die britische Polizei hat in den vergangenen sechs Monaten Jagd auf pädophile Straftäter im Netz gemacht und 660 Verdächtige festgenommen. Mehr als 400 Kinder in England, Schottland, Wales und Nordirland seien in Sicherheit gebracht worden.

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Nachgeforscht wurde gezielt bei Menschen, die Kinderpornografie oder anstössige Bilder mit Kindern heruntergeladen hatten, wie die staatliche Ermittlungsbehörde mitteilte. Ein Teil der Verdächtigen hatte beruflich mit Kindern zu tun, darunter waren Ärzte, Lehrer, Sozialarbeiter, Pfadfinderleiter und ehemalige Polizeibeamte.

«Einige der Leute, die sich sittenwidrige Bilder im Netz anschauen, gehen direkt dazu über, Kinder zu missbrauchen», sagte Phil Gormley, Vize-Chef der National Crime Agency (NCA). Ziel der Aktion sei daher nicht nur, Straftäter zu fassen, sondern auch, potenzielle Täter abzuschrecken.

Der Fokus der Ermittlungen habe auf Grossbritannien gelegen, sagte ein Sprecher der Behörde, Informationen zu Verbindungen ins Ausland könne er derzeit nicht geben. «Wir arbeiten aber immer mit Ermittlern im Ausland zusammen», betonte er, denn natürlich führen Spuren immer auch in andere Länder.

«Das Internet ist kein anonymer Raum»

In den meisten Fällen gibt es noch keine Anklage, weil die Ermittlungen laufen. Die Vorwürfe reichen vom Besitz anstössiger Bilder von Kindern bis hin zu schwerer sexueller Gewalt. Zahlreiche Festgenommene sind in Untersuchungshaft. 39 Verdächtige waren bereits als sexuelle Straftäter aktenkundig.

Es seien keine ehemaligen oder aktuellen Parlamentarier betroffen, betonten die Ermittler. Vor rund zwei Wochen waren in Grossbritannien Vorwürfe laut geworden, das Innenministerium habe Kindesmissbrauch durch Abgeordnete in den vergangenen Jahrzehnten im grossen Stil vertuscht.

Über die Ermittlungsmethoden wollte die Behörde keine detaillierten Angaben machen. 833 Gebäude und mehr als 9000 Computer, Handys und Festplatten wurden durchsucht.

«Wir wollen Straftätern zeigen, dass das Internet kein sicherer, anonymer Raum ist um sich anstössige Bilder anzuschauen. Dass sie einen digitalen Fussabdruck hinterlassen, und dass die Behörden sie finden werden», sagte Gormley.

In London soll diese Woche ein Gesetz im Eilverfahren verabschiedet werden, wonach Internet- und Telefondaten ein Jahr lang gespeichert werden.

(bert/sda)

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