King Roger ganz oben
publiziert: Sonntag, 8. Jul 2007 / 18:33 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 8. Jul 2007 / 20:03 Uhr

Der Weltranglisten-Erste gewann den Traumfinal gegen Rafael Nadal nach 3:45 Stunden hochklassigem Tennis 7:6 (9:7), 4:6, 7:6 (7:3), 2:6, 6:2 und feierte damit im Tennis-Mekka den 5. Sieg in Serie.

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Als Federer in den traditionellen langen Hosen, wie sie im vorletzten Jahrhundert üblich waren, zur Siegerehrung schritt, gehörte Björn Borg zu den ersten Gratulanten.

Der Schwede hatte zwischen 1976 und 80 ebenfalls fünfmal in Serie an der Church Road triumphiert.

Federer hatte noch nie so hart kämpfen müssen und im fünften Satz drohte die Niederlage. Nadal hatte bei 1:1 und 2:2 jeweils zwei Breakchancen, die Federer mehrheitlich mit hervorragenden Aufschlägen abwehrte.

«Manchmal habe ich halt etwas Glück», so Federer lachend. Vor allem aber auch grosss Können: Das Break zum 4:2 sicherte er sich dann mit Zaubertennis, wenig später bewerkstelligte er seinen 54. Matchgewinn in Folge auf Rasen mit einem gelungenen Überkopfbball.

«Rafael hätte den Titel auch verdient»

Der Weltraglisten-Erste hat damit nicht nur den 49. Turniersieg seiner Karriere gefeiert, sondern auch den elften Titel in den letzten 17 Majors.

Sportlich wie immer vergass er aber auch seinen gegenüber dem Vorjahr auf Rasen erneut verbesserten Widersacher nicht: «Ich habe Rafael am Netz gesagt, er hätte den Titel auch verdient. Gut, dass ich noch einige gewinnen kann, bevor er alle holt.»

Federer belegt nun in der ewigen Rangliste der Grand-Slam-Titel schon Platz 3, vor ihm ragieren nur noch Pete Sampras (14) und Roy Emerson (12). In diesem Jahr hat er nach den Australian Open auch schon wieder den zweiten grossen Titel gewonnen, zudem stand er in Paris im Endspiel.

Von Beginn weg spannend

Federer begann die Partie optimal und zog nach einem Break sogleich auf 3:0 davon. Nadal kam aber immer besser ins Spiel, glich zum 3:3 aus und liess sich auch im Tiebreak von insgesamt vier Satzbällen gegen sich nicht beirren. Federer holte sich den Satz aber mit 9:7.

Der zweite Satz verlief erneut sehr ausgeglichen, Federer verlor aber sein Aufschlagsspiel zum 4:6.

Und im dritten Durchgang hatte der Mallorquiner leichte Vorteile, bei 5:4 und 6:5 und Aufschlag Federers fehlten ihm jeweils nur zwei Punkte zum Satzgewinn, ehe der Baselbieter die Kurzentscheidung deutlich für sich entschied.

Im vierten Durchgang legte Nadal mit einem Doppelbreak einen Blitzstart hin und liess sich den Vorsprung nicht mehr nehmen.

Federer bewahrt mit dem neuerlichen Triumph auch seinen Vorsprung auf Nadal in der Weltrangliste und hat im Head-to-Head auf 5:8 verkürzt.

Resultate:
Männer-Einzel. Final:
Roger Federer (Sz/1) s. Rafael Nadal (Sp/2) 7:6 (9:7), 4:6, 7:6 (7:3), 2:6, 6:2.

Frauen-Einzel. Final:
Venus Williams (USA/23) s. Marion Bartoli (Fr/18) 6:4, 6:1.

Männer-Doppel. Final:
Arnaud Clément/Michael Llodra (Fr/10) s. Bob Bryan/Mike Bryan (USA/1) 6:7 (5:7), 6:3, 6:4, 6:4.

Frauen-Doppel. Final:
Cara Black/Liezel Huber (Sim/2) s. Katarina Srebotnik/Ai Sugiyama (Sln/Jap) 3:6, 6:3, 6:2.

Junioren. Final:
Donald Young (USA/3) s. Wladimir Ignatic (WRuss/1) 7:5, 6:1.

Juniorinnen. Final:
Urszula Radwanska (Pol/6) s. Madison Brengle (USA/7) 2:6, 6:3, 6:0.

(rr/Si)

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