Kirgistan schliesst Grenze
publiziert: Freitag, 13. Mai 2005 / 10:05 Uhr / aktualisiert: Montag, 16. Mai 2005 / 08:39 Uhr

Taschkent/Bischkek - Bei den Unruhen im Osten der zentralasiatischen Republik Usbekistan sind nach offiziellen Angaben der Präsidialverwaltung 9 Menschen getötet worden. Zudem seien in der Stadt Andischan 34 Menschen verletzt worden.

Die Lage in Taschkent (Bild) ist immer noch unübersichtlich.
Die Lage in Taschkent (Bild) ist immer noch unübersichtlich.
9 Meldungen im Zusammenhang
Dies teilten die Behörden nach Angaben der Agentur Interfax mit. Mutmassliche islamische Extremisten hatten in der Nacht mit erbeuteten Schusswaffen ein Gefängnis gestürmt und nach ersten Berichten tausende Häftlinge befreit.

In der Stadt mit 320 000 Einwohnern waren auch am Morgen vielerorts noch Schüsse zu hören, meldete Interfax unter Berufung auf die Stadtverwaltung. Bislang habe niemand einen Überblick über das Ausmass der Gewalt.

Nach unbestätigten Berichten soll der Präsident der früheren Sowjetrepublik, Islam Karimow, in die Region des Fergana-Tals abgeflogen sein.

Auseinandersetzungen mit militanten Islamisten

Das Tal an der Grenze zu Kirgistan ist seit Jahren Schauplatz gewaltsamer Auseinandersetzungen mit militanten Islamisten. Die ost-usbekische Stadt Andischan liegt nur etwa 30 Kilometer von Kirgistan entfernt.

Die Führung in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek teilte mit, dass die Grenze zu Usbekistan bis auf weiteres geschlossen sei. Ausserdem seien die Sicherheitskräfte entlang der Grenze und im Süden Kirgistans verstärkt worden, sagte eine Sprecherin der Grenztruppen.

Ausserdem wurde in der usbekischen Hauptstadt Taschkent offenbar ein Selbstmordanschlag auf die israelische Botschaft vereitelt. Nach Angaben des israelischen Radios tötete ein Sicherheitsbeamter einen mutmasslichen Attentäter.

(fest/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Karassu - Nach vier Tagen haben ... mehr lesen
Die Unruhen betreffen zum grossen Teil die Grenze zu Kirgisien im Osten des Landes.
Hunderte versuchen das Land derzeit zu verlassen. Bild: Archiv.
Bischkek - Einen Tag nach den ... mehr lesen
Andischan - Nach den schweren ... mehr lesen
Bis in Taschkent wieder der Alltag einkehrt, wird es noch einige Zeit dauern.
In Usbekistan sind wohl mehrere hundert Menschen ums Leben gekommen.
Andischan - Bei den schweren ... mehr lesen
Taschkent - Nach den schweren ... mehr lesen
Präsident Islam Karimow vermutet einen Staatsstreich.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Andischan - Bei den blutigen ... mehr lesen
Das Militär feuerte mit Maschinengewehren auf die Aufständischen. (Archiv)
Andischan - Soldaten der zentralasiatischen Republik Usbekistan haben offenbar einen Aufstand gegen die autoritäre Staatsführung im Osten des Landes niedergeschlagen. mehr lesen 
Eine militante Gruppe hatte eine Einheit der Streitkräfte überfallen und Schusswaffen erbeutet.
Andishan - In der usbekischen Stadt Andishan sind nach Angaben von Augenzeugen im Zusammenhang mit einer ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Chinas Aktivitäten sollen besser beobachtet werden.
Chinas Aktivitäten sollen besser beobachtet ...
Inselstreit im Ostchinesischen Meer  Tokio - Japans Militär hat in der Nähe umstrittener Inseln im Ostchinesischen Meer eine Radarstation in Betrieb genommen. Eine auf der japanischen Insel Yonaguni stationierte Einheit der Streitkräfte soll fortan Chinas Aktivitäten in dem Seegebiet beobachten. mehr lesen 
Panikkäufe in Bangladesch  Dhaka/Oberursel - Die Preise für Reis versetzen Entwicklungsländer wie Bangladesch in Schockstarre. So hat das arme Land angekündigt, bis Ende Juni doppelt so viel von dem Grundnahrungsmittel zu importieren wie bislang geplant. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 11°C 15°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Basel 10°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
St. Gallen 12°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Bern 10°C 15°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Luzern 11°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf 10°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Lugano 12°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten