Olympia: Alpine Kombination
Kjetil André Aamodt -- der Mann der Rekorde
publiziert: Donnerstag, 14. Feb 2002 / 09:06 Uhr

Snowbasin - Wenn einer an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften das Rekordtotal von 16 Medaillen einfährt, braucht es nicht mehr viele Worte. Der Amerikaner Bode Miller brachte es auf den Punkt: "Kjetil André Aamodt ist der beste Skifahrer der Welt."

Kjetil André Aamodt ist laut Bode Miller "der beste Skifahrer der Welt."
Kjetil André Aamodt ist laut Bode Miller "der beste Skifahrer der Welt."
Der Mann ist wirklich ein Phänomen. In der Saison 1987/88 gab Kjetil André Aamodt seinen Einstand im Weltcup. Wie lange das her ist, illustriert die Tatsache, dass er in seinen ersten beiden Rennen noch gegen den legendären Ingemar Stenmark gefahren ist. Die erste Medaille holte sich der Norweger vor elf Jahren an der WM in Saalbach. Seither hat er gegen immer wieder wechselnde Gegner gekämpft und auch sämtliche Entwicklungen bezüglich Material erfolgreich mitgemacht. Und was ihn besonders auszeichnet: Wenn es wirklich um etwas geht, ist er besonders heiss. Nerven scheint Aamodt keine zu haben.

Mit seinem Sieg in der Kombination stellte Aamodt noch eine weitere Bestmarke auf. Sechs Olympia-Medaillen gewann ausser ihm noch niemand, weder bei den Frauen noch bei den Männern. Da stellt sich die Frage: Wohin mit all dem edlen Metall? Aamodt weiss die Auszeichnungen gut aufbewahrt. "Die kommen alle in meinen Safe. Und vielleicht kann ich noch eine weitere dazulegen. Die nächste Medaille ist immer die schönste", sagt er.

In der mitreissenden Kombination vom Donnerstag fuhr Aamodt wieder einmal mit der Präzision einer Schweizer Uhr: "Ich bin in allen drei Läufen mit kalkuliertem Risiko gefahren, denn ich wollte vor allem keinen Fehler machen. Ich wusste um meine Chance, und die wollte ich unbedingt wahrnehmen. Doch ich hatte viel Druck auf meinen alten Schultern." Dass es aber noch derart eng werden würde, hätte der 30-Jährige nicht gedacht: "Ich glaubte, 2,44 Sekunden Vorsprung auf Bode Miller müssten reichen. Und", so fügte er grinsend an, "es hat ja auch gereicht." 28 Hundertstel blieben noch als Reserve.

Kjetil André Aamodt ist der Allrounder schlechthin. In allen Disziplinen hat er schon Weltcupsiege errungen. Neben ihm schafften das einzig Pirmin Zurbriggen, Marc Girardelli und der Österreicher Günther Mader. Ganz allein für sich beanspruchen kann Aamodt aber eine andere Bestmarke: 10 Jahre nach dem ersten Olympia-Gold (Aamodt gewann 1992 in Albertville den Super-G) wurde noch nie einer ein zweites Mal Olympiasieger.

Alle diese Rekorde, Siege und Bestleistungen bringen dem aus Oslo stammenden Norweger neben Trophäen und Medaillen auch ordentlich Bares ein. Deshalb hat sich Aamodt wie viele andere Grössen des Sports aus Steuergründen in Monaco niedergelassen, wo er nur rund 100 m von der Schwedin Pernilla Wiberg entfernt wohnt. Dort kann er auch länger einer weiteren Leidenschaft nachgehen: Aamodt ist ein begeisterter Golfer. Doch Priorität hat weiterhin das Skifahren: "Mir macht dieser Sport noch immer grosse Freude. Das ist die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg. Und ich liebe es, möglichst alle Disziplinen zu fahren. Wer sich spezialisiert, kann mit Siegen in einzelnen Rennen mehr verdienen. Das ist vielleicht der Grund, weshalb es nur noch wenige wirkliche Kombinierer gibt."

(Werner Eisenring, Snowbasin /sda)

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