Kleine Stolpersteine in der Vorweihnachtszeit
publiziert: Samstag, 15. Dez 2007 / 00:05 Uhr

Nach dem Abschluss der Hinrunde in der Meisterschaft stehen acht Klubs im Swisscom Cup noch einmal im Einsatz. Während Basel gegen Erstligist Nyon klarer Favorit ist, warten auf die Young Boys bei Xamax und Zürich in Thun heikle Aufgaben.

Gossaus Torhüter Darko Damjanovic steht am Sonntag im Einsatz.
Gossaus Torhüter Darko Damjanovic steht am Sonntag im Einsatz.
Weil mit Bellinzona und Gossau zwei Vereine aus der Challenge League im Viertelfinal aufeinander treffen, wird zumindest ein unterklassiges Team in den Halbfinals vertreten sein. Die Tessiner scheinen dabei favorisiert, zumal sie als Leader der früheren NLB in die Winterpause gingen und in den Achtelfinals die Cup-Spezialisten aus Sion auschalteten.

Bellinzona gewann auch den Vergleich gegen Gossau in der Vorrunde. Allerdings ist Saidu Adeshina, der damals alle drei Treffer zum 3:1-Erfolg erzielt hatte, mittlerweile zu Sion weitergezogen.

Derweil verstärkten sich die Ostschweizer nach schwachem Saisonstart mit dem früheren Aarauer und Sittener Jean-Pierre Tcheutchoua und schafften den Anschluss ans breite Mittelfeld. Mit dem Kameruner als Abwehrchef gelang Gossau im 1/16-Final auch der Überraschungserfolg gegen Kantonsrivale St. Gallen.

Die scheinbar einfachste Aufgabe hat in den Viertelfinals der FC Basel. Die Basler waren im Kalenderjahr 2007 das mit Abstand beste Schweizer Team und überzeugten zuletzt sowohl auf europäischer Stufe als auch -- vom Fehltritt gegen Xamax abgesehen -- in der nationalen Meisterschaft. In den 36 Partien in diesem Jahr holte der FCB 15 Punkte mehr als sein Rivale FCZ und gewann auch den Cup.

Der Ausrutscher vor acht Jahren in Nyon passierte dem FCB just in der Saison vor dem Amtsantritt von Christian Gross; im Penaltyschiessen und in nummerischer Überzahl unterlag der Favorit, der mit zahlreichen Reservisten zu dieser Cuppartie angetreten war, dem damaligen NLB-Team 2:4.

Gross´ Warnungen

Gross wird den Fehler seines Vorgängers kaum begehen, auch wenn er -- wie zuletzt immer im Cup -- Louis Crayton Stammkeeper Franco Costanzo vorziehen wird. Der Basler Trainer warnte vor einer «spielstarken 1.-Liga-Mannschaft» und vor den «eigenen Gesetzen des Cups». Gross wies auch auf Massimo Lombardo und Yves Miéville hin, die beide lange in der Super League aktiv gewesen waren.

Zwar wäre Lombardo («Eigentlich haben wir gegen Basel keine Chance, aber wir haben auch nichts zu verlieren») nach einer Roten Karte gegen Meyrin vier Partien gesperrt. Nyon legte gegen die Suspensionen Rekurs ein. Gefährlichster Torschütze des in dieser Saison erst einmal bezwungenen Teams ist Jocleyn Roux. In der Meisterschaft gelangen ihm bisher elf Treffer, und die Torschützenliste des Schweizer Cups führt er mit sieben Toren an.

Heikle Aufgaben warten auf Basels Verfolger in der Meisterschaft. Die Young Boys haben in fünf Cup-Partien zwar noch nie gegen Xamax verloren, doch den letzten Erfolg vor einem Jahr realisierten die Berner noch im Exil der Neuenburger in La Chaux-de-Fonds. In dieser Saison gewannen in der Meisterschaft jeweils die Heimteams.

Der FC Zürich will in Thun die Negativserie (drei Niederlagen) stoppen. Zwar sind die Zürcher in der Axpo Super League noch immer erster Verfolger von Erzrivale FCB und stehen sie bereits sicher als Teilnehmer der 1/16-Finals im UEFA-Cup fest. Vom erfrischenden Fussball, mit dem das Team von Bernard Challandes die Fans zuweilen verzückte, war zuletzt aber wenig zu sehen.

Müde Meister

Der Schweizer Meister führte die Müdigkeit für den dürftigen Auftritt im Derby gegen GC ins Feld. Man habe diese Woche jedoch gut trainert, so Challandes. Der Neuenburger fordert von seiner Mannschaft im 30. und vorletzten Pflichtspiel der ersten Saisonhälfte wieder «mehr Lust und Arbeit». Gleichzeitig warnt er vor den Qualitäten Thuns, das zuhause jedoch seit dem 26. August sieglos ist. «Sie stehen sehr kompakt und spielen nach der Balleroberung schnell in die Tiefe», so Challandes über die Spielweise der Berner Oberländer.

Thun und Zürich standen sich im Cup bisher erst einmal gegenüber. In der Saison 1999/2000 siegte der FCZ im Viertelfinal 2:1 nach Verlängerung und gewann später -- im Penaltyschiessen -- den Final gegen Lausanne. Das entscheidende Tor erzielte vor sieben Jahren der Simbabwer Adam Ndlovu drei Minuten vor dem Ende der Verlängerung. Der heutige Trainerassistent Urs Fischer dirigierte damals die Abwehr der Zürcher, während Marc Schneider noch bei den Berner Oberländern engagiert war.

Die Viertelfinals des Swisscom Cup im Detail:

Thun - Zürich (diese Saison: 1:3, 1:1). -- Samstag, 17.45 Uhr. -- Abwesend: Gavatorta, Zahnd, Bühler, Schönenberger, Lüthi (alle verletzt); Stanic (verletzt). -- Fraglich: keiner; Lampi, Barmettler (beide rekonvaleszent), Tico (Rekurs gegen Sperre eingereicht). -- Statistik: Erst einmal standen sich die beiden Teams im Cup bisher gegenüber. In der Saison 1999/2000 setzte sich der FCZ auf dem Weg zum sechsten Cupsieg im Viertelfinal in der Verlängerung durch (2:1). Der letzte Heimsieg Thuns gegen Zürich geht auf den 27. April 2005 (5:1) zurück.

Basel - Nyon (1. Liga). -- Samstag, 19.30 Uhr. -- Abwesend: Chipperfield, Streller, Carignano, Nakata (alle verletzt), Costanzo (Schonung). -- Statistik: Der unterklassige Verein gewann den bisher einzigen Vergleich der beiden Teams im Cup. 1999 setzte sich Nyon zuhause nach Verlängerung und Penaltyschiessen durch.

Bellinzona (ChL) - Gossau (ChL). -- Sonntag, 14.30 Uhr. -- Im Cup standen sich die beiden Teams noch nie gegenüber. In dieser Saison gewann Bellinzona die Vorrunden-Partie in der Challenge League dank drei Adeshina-Toren 3:1.

Neuchâtel Xamax - Young Boys (3:1, 2:3). -- Sonntag, 15.30 Uhr. -- Abwesend: Jaquet, Malenovic (beide verletzt), Bättig (nicht im Aufgebot); Tiago (gesperrt), Yapi Yapo (rekonvaleszent). -- Fraglich: Joksimovic; Schwegler. -- Statistik: Schon fünfmal trafen Xamax und die Young Boys im Cup aufeinander, und jedes Mal setzten sich die Berner durch. Zuletzt gewann YB im September 2006 im 1/16-Final auf der Charrière 3:0.

Die Auslosung der Halbfinals findet am Sonntag im TSI-Studio in Comano (Lugano) um ca. 19.10 Uhr statt (live SF 1).

(smw/Si)

 
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