Kleinere Lohnschere zwischen Schweiz und Deutschland
publiziert: Montag, 20. Nov 2006 / 17:30 Uhr

Zollikon - Deutlich besser verdienen Arbeitnehmer in der Schweiz noch in der Verwaltung und im Gesundheitswesen, wie es in einer Untersuchung heisst.

Im Schnitt verdienen Angestellte in der Schweiz knapp 42 000 Euro, in Deutschland sind es 39 000 Euro.
Im Schnitt verdienen Angestellte in der Schweiz knapp 42 000 Euro, in Deutschland sind es 39 000 Euro.
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Der Rückgang im Lohngefälle dürfte nicht zuletzt auf die verstärkte Einwanderung ausländischer Arbeitnehmer in die Schweiz zurückzuführen sein, so die Studie des Stellenvermittlers «Monster Worldwide» und der Fachhochschule Nordwestschweiz.

In einigen Branchen seien zwischen 2005 und 2006 die Nominallöhne leicht zurückgegangen. Untersucht wurden in der Studie die Löhne von Angestellten ohne Leitungsfunktionen.

Mit der Öffnung des Schweizer Arbeitsmarktes würden die Schweizer Unternehmen ihre Angestellten vermehrt im ganzen deutschsprachigen Raum rekrutieren, heisst es in der Untersuchung.

Im Schnitt verdienen Angestellte in der Schweiz knapp 42 000 Euro, während das mittlere Gehalt in Deutschland mit 39 000 Euro nicht mehr viel tiefer liegt. Deutlich geringer ist der mittlere Lohn laut der Erhebung dagegen weiterhin in Österreich mit 28 000 Euro.

Medizinische Berufe

Am stärksten sind die Lohnunterschiede in den medizinischen Berufen: In der Schweiz werden diese im Schnitt rund 37 Prozent höher entlöhnt als in Deutschland. Angestellte im Berufszweig Organisation, Verwaltung und Recht verdienen noch 27 Prozent mehr als im nördlichen Nachbarland.

Dagegen nähern sich laut der Studie die Löhne in den Berufsfeldern an, in denen der Arbeitsmarkt nicht reguliert ist. Nur wenig höher seien die Schweizer Gehälter in der Beratungsbranche, im Vertrieb und Verkauf oder im Marketing und PR. Kaufkraftbereinigt dürfte die Angestellten in Deutschland sogar besser fahren.

Der geöffnete Arbeitsmarkt habe in der Schweiz zu leicht sinkenden Nominallöhnen in den Verkaufsberufen und in den Medienberufen geführt, hält die Untersuchung fest. Betroffen seien generell die Branchen ohne Gesamtarbeitsvertrag - wie etwa die Medienberufe.

(dl/sda)

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