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Klimaverhandlungen ohne namhaftes Ergebnis
publiziert: Sonntag, 25. Mai 2008 / 19:20 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 27. Mai 2008 / 13:40 Uhr

Kobe - Die Umweltminister der sieben grössten Industrienationen plus Russland (G8) haben bei ihren Beratungen über den Klimaschutz in Kobe keinen Durchbruch erzielen können. Nun ruhen die Hoffnungen auf dem G8-Gipfel vom Juli.

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Der Ausgang der US-Wahlen gilt als wichtiger Faktor für künftige Verhandlungen.
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Einig war man sich lediglich in der Hoffnung, dass vom Gipfeltreffen der G8-Staats- und Regierungschefs im Juli unter japanischer Führung ein «ähnlicher Impuls» ausgeht wie er vom G8-Gipfel in Heiligendamm auf die Klimaverhandlungen von Bali Ende 2007 wirkte.

«Wir sind in der Gefahr, vor Bali zurückzufallen», warnte Achim Steiner, der deutsche Exekutivdirektor des UNO-Umweltprogramms (UNEP).

Gastgeber Japan hofft auf eine Einigung über das langfristige Ziel einer Halbierung der C02-Emissionen bis 2050, erklärte der japanische Umweltminister Ichiro Kamoshita. Effiziente Mittel dafür seien Umweltsteuern und der Handel mit Emissionsrechten.

Folgeabkommen in Kopenhagen

Ende nächsten Jahres soll in Kopenhagen ein Folgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Klimaschutzprotokoll beschlossen werden. Akzeptiert sei die Notwendigkeit eines internationalen Emissionshandelssystems, sagten Experten im japanischen Kobe. Wegen der Wahlen in den USA im November sei aber nicht abzusehen, wie sich die USA als Hauptverursacher der CO2-Emissionen in den Klimaverhandlungsprozess einbringen werden.

Weitere Themen in Kobe waren die Biodiversität und die Abfallwirtschaft. Auf Initiative Japans einigten sich die G8 auf einen «Aktionsplan» zum Aufbau einer Kreislaufwirtschaft.

Ziel sei unter anderem die Nutzung von Abfällen zur Energiegewinnung und die Abfallreduzierung durch Recycling. Dazu sollen konkrete Projekte in Entwicklungsländern finanziert werden.

(ht/sda)

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