Randalierer in Paris
Knapp 300 Festnahmen bei Demo gegen Homo-Ehe
publiziert: Montag, 27. Mai 2013 / 07:14 Uhr
Protest gegen die Homo-Ehe. (Symbolbild)
Protest gegen die Homo-Ehe. (Symbolbild)

Paris - In Paris ist es nach einer Massenkundgebung gegen die Einführung der Homo-Ehe in Frankreich zu schweren Ausschreitungen gekommen. Hunderte Randalierer lieferten sich am Sonntagabend zwei Stunden lang auf dem Platz vor dem Invalidendom Auseinandersetzungen mit der Polizei.

5 Meldungen im Zusammenhang
Unter anderem griffen sie die Beamten mit Flaschen, Steinen, Eisenstangen und Rauchbomben an. Die Randalierer skandierten «Frankreich den Franzosen» und «Diktatur der Sozialisten».

Nach Angaben der Sicherheitskräfte gab es sechs Leichtverletzte: vier Polizisten, ein Demonstrant sowie ein Pressefotograf. Mehr als 290 Menschen wurden festgenommen. Innenminister Manuel Valls machte rechtsextreme Gruppierungen für die Gewalt verantwortlich.

Zuvor hatten zehntausende Menschen friedlich gegen die umstrittene Reform demonstriert. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot von 4500 Beamten im Einsatz. Sie sprach von etwa 150'000 Teilnehmern, die Veranstalter von gut einer Million.

Aufruf von «Demo für alle»

Das Gesetz zur Einführung der Homo-Ehe, eines der zentralen Wahlversprechen des sozialistischen Staatschefs François Hollande, war Ende April vom Parlament endgültig beschlossen worden und trat am 18. Mai in Kraft. Es räumt Homosexuellen neben der Eheschliessung auch ein Adoptionsrecht ein.

Zu der Demonstration hatte die Organisation «Demo für alle» aufgerufen, die seit Monaten gegen das Gesetz der «Ehe für alle» mobil macht. Eine erzkatholische Gruppierung versammelte sich zu einer separaten Kundgebung.

An den Kundgebungen beteiligten sich auch Politiker der konservativen Oppositionspartei UMP und der rechtsextremen Partei Front National. Bereits in den vergangenen Monaten waren zahlreiche Rechtsextreme bei den Demonstrationen gegen die Homo-Ehe mitgelaufen und hatten anschliessend randaliert.

(bg/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Paris - Nach monatelangem politischem ... mehr lesen
Vincent Autin und Bruno Boileau gaben sich das Ja-Wort.
Der Ehering wird immer überflüssiger. (Symbolbild)
François Hollande ist dafür, Obama ... mehr lesen
Paris - Eine Woche nach der offiziellen Einführung der Homo-Ehe in Frankreich haben am Sonntag in Paris erneut zehntausende Menschen gegen die Reform demonstriert. Die französische Polizei war in der Hauptstadt mit einem Grossaufgebot im Einsatz und erwartete etwa 200'000 Teilnehmer. mehr lesen 
Paris - Tausende Franzosen haben ... mehr lesen
Demonstranten gingen vergeblich auf die Strassen. (Archivbild)
Französische Homosexuelle dürfen laut dem Verfassungsrat heiraten. (Symbolbild)
Paris - Die Homo-Ehe ist am Samstag ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit ...
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen 3
350 ausländische Campierer  Bern - Seit einigen Tagen campieren mittlerweile rund 350 ausländische Fahrende im bernischen Witzwil. Die Anwohner beklagen sich über Lärm, Dreck ... mehr lesen  
Trotz Anwesenheit des Sicherheitspersonals verlaufe der Aufenthalt der Fahrenden aber nicht konfliktfrei, schreibt der Kanton. (Symbolbild)
Die Ehe der Eltern hat einen erheblichen Einfluss auf die Psyche von Kinder und Teenager.
Einkommen weniger wichtig  Kinder verheirateter Eltern haben mehr Selbstvertrauen und sind glücklicher, egal wie hoch das ... mehr lesen  
Falsche Sichtweise  Selbst wenn sie hohe Steuerabgaben leisten müssen, leben reiche Amerikaner grösstenteils weiter in ihren angestammten Bundesstaaten und ziehen nicht in eine andere US-Region mit ... mehr lesen
In den vergangenen Jahre haben von knapp 500'000 Einkommensmillionären nur 12'000 pro Jahr den Bundesstaat gewechselt.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 13°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Basel 15°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 14°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Bern 13°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 14°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Genf 16°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 18°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten