Koalitionsgespräche in Tschechien gescheitert
publiziert: Freitag, 25. Aug 2006 / 21:22 Uhr

Prag - Fast drei Monate nach der Parlamentswahl hat sich die innenpolitische Krise in Tschechien deutlich zugespitzt.

Der tschechische Präsident Vaclav Klaus äusserte sich vorerst nicht zu der Krise.
Der tschechische Präsident Vaclav Klaus äusserte sich vorerst nicht zu der Krise.
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Die Christdemokraten (KDU-CSL) brachen nach wenigen Stunden die Verhandlungen mit den Sozialdemokraten (CSSD) ab. Die Verhandlungen hätten zu einer gemeinsamen Minderheitsregierung unter Duldung der Kommunisten (KSCM) führen sollen.

Der KDU-CSL-Vorsitzende Miroslav Kalousek erklärte seinen sofortigen Rücktritt. Zuvor hatte der Vorstand der Partei entschieden, dass eine Tolerierung der geplanten Koalition durch die KSCM unannehmbar sei.

Damit ist derzeit an der Moldau kein Bündnis in Sicht, das im Parlament über eine Mehrheit verfügen könnte. Gespräche mit dem Sieger der Wahl von Anfang Juni, der konservativen Bürgerpartei (ODS), waren von dem CSSD-Vorsitzenden Jiri Paroubek am Donnerstag einseitig für gescheitert erklärt worden.

Vorgezogene Wahlen

Denkbar ist nun ein Übergangskabinett, das Tschechien zu vorgezogenen Wahlen führt. Dafür sprach sich unter anderem der ODS-Vorsitzende Mirek Topolanek aus. Er kündigte an, Staatspräsident Vaclav Klaus nächste Woche trotz fehlender Mehrheit im Parlament eine Kabinettsliste vorzulegen.

Paroubek schloss am Abend aber aus, dass die Sozialdemokraten eine solche Minderheitsregierung tolerieren würden. Klaus äusserte sich zunächst nicht zu der Krise.

KDU-CSL-Chef Kalousek hatte seinen sofortigen Rücktritt erklärt, nachdem es ihm nicht gelungen war, den Vorstand und die Basis seiner Partei für eine Zusammenarbeit mit Sozialdemokraten und Kommunisten zu gewinnen.

Topolanek betonte, als Wahlsieger habe er und nicht Paroubek das Mandat zur Regierungsbildung. Er rufe «alle demokratischen Kräfte» dazu auf, eine Regierungsbeteiligung der früheren Einheitspartei KSCM zu verhindern, sagte der ODS-Vorsitzende in einem dramatischen Radioappell.

(smw/sda)

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