Köbi Kuhn hat wieder ein Team - 3:2 gegen Österreich
publiziert: Mittwoch, 21. Aug 2002 / 22:03 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 21. Aug 2002 / 23:08 Uhr

Basel - Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft hat ihren letzten Test vor dem ersten EM-Qualifikationsspiel gegen Georgien bestanden. Trotz Auslassen einer Vielzahl an Chancen gewann die Schweiz in Basel gegen Österreich 3:2.

Hakan Yakin, Alex Frei und Murat Yakin per Foulpenalty schossen vor 23 500 Zuschauern die Schweizer Tore im St-Jakob-Park. Der erst 20-jährige Roman Wallner war im 38. Duell zwischen den beiden Alpenländern zweimal für die Equipe von Trainer Hans Krankl erfolgreich.

Die Schweiz beherrschte den Gegner auf den Spielfeld dank der technischen und läuferischen Vorteile deutlich und hätte fünf oder sechs Tore erzielen müssen. Der erste Heimsieg gegen Österreich seit 34 Jahren (1:0 in Bern) stand aber trotz dem 0:1-Rückstand nach elf Minuten nie in Frage. Österreich hinterliess einen zu biederen und behäbigen Eindruck, um die Schweiz in echte Verlegenheit zu bringen.

Die Spieler von Köbi Kuhn haben die Hauptprobe 18 Tage vor dem Start zur EM-Qualifikation gegen Georgien in Basel bestanden. Leistungsbereitschaft und auch spielerische Qualitäten waren im erstmals rhombusartig gegliederten Mittelfeld ersichtlich. Auch Stéphane Chapuisats Rückkehr darf als erfolgreich bewertet werden, obwohl dem YB-Stürmer kein Tor glückte.

Schweizer Team scheint gefestigter

Vor einem Jahr und einer Woche war Köbi Kuhn mit seiner Mannschaft mit dem 2:1-Auswärtssieg in Wien als neuer Nationalcoach gestartet und war der neue Hoffnungsträger der Nation. Die Euphorie verflog aber rasch. Die Nationalmannschaft präsentierte sich als heterogene Truppe. Nun scheint sie gefestigter, obwohl Blaise N'Kufo das Team wenige Stunden vor der gemeinsamen sportlichen Präsentation und der Werbung für die Euro 2008 verliess. Der Stürmer von Hannover 96 fühlte sich von Kuhn übergangen. Dieses unverständliche Verhalten kann nur mit dem Ausschluss aus der Nationalmannschaft sanktioniert werden.

Schlechte Chancenauswertung

Die Schweiz bestand den letzten Test vor dem ersten Ernstkampf wieder erfolgreich. Nicht berauschend zwar, doch ansatz- und einstellungsmässig gut. Die Einheimischen bestimmten die Gangart klar, kombinierten variabel und oft direkt und erarbeiteten sich fast ein Dutzend erstklassiger Torchancen. Nur die Effizienz im Abschluss war mager. Die Partie hätte 5:2 oder 6:2 ausgehen müssen.

Hakan Yakin der Beste

Zu gefallen wusste vor allem Hakan Yakin als «hängende Spitze». Das ist die Rolle, in der der Basler einer Mannschaft am meisten bringt. Er markierte mit einem platzierten Schuss (19.) nicht nur den Ausgleich zum 1:1, er leistete auch zu Freis herrlichem 2:1 die Vorarbeit und schlug manch öffnenden und präzisen Pass. Vogel war in seinem 50. Länderspiel ebenso ein Gewinn fürs Team wie GC- Antreiber Cabanas, der mit seiner forschen Spielweise viel Elan ins Teamgefüge brachte. Im Angriff harmonierten Alex Frei und Stéphane Chapuisat gut. Abstriche bei ihrer Leistung müssen sie sich nur im Abschluss gefallen lassen.

Löchtrige Schweizer Abwehr

Die Abwehr verdient keine Lorbeeren. Wenn gegen einen harmlosen Gegner zwei Tore aus drei Chancen eingefangen werden, sind Verbesserungen angesagt. Die beiden Aussenverteidiger, Haas und Fournier, haben defensive Defizite und offenbarten Stellungsfehler. Und auch Murat Yakin, der etwas angeschlagen mitwirkte (Adduktoren) und Henchoz zeigten sich -- wie beim ersten Gegentor -- nicht unüberwindlich. Patrick Müller fühlt sich in der Abwehr wohler als im Mittelfeld, wo im die Spielpraxis fehlt. Den vierten Mann neben Vogel, Cabanas und Hakan Yakin fürs gestaffelte Mittelfeld muss Kuhn bis in 18 Tagen noch finden. Er könnte Celestini heissen oder auch Wicky.

Österreich klar schwächer

Bei Österreich ragte nur einer heraus: Doppeltorschütze Wallner von Rapid. Der Mannschaft fehlt einiges, nicht nur ein Spielmacher wie der nicht berücksichtigte Andreas Herzog. Wenig Inspiration und Ideen präsentierte Kranks Team, technisch war es klar unterlegen. Man braucht kein Prophet zu sein, um zu behaupten, dass Österreich in der EM-Ausscheidung gegen Gegner wie Holland und Tschechien Mühe bekunden wird.

Freis Prachtstreffer

Mit der ersten Chance kam Österreich dennoch gleich zur Führung. Roman Wallner nutzte eine doppelte Unsicherheit im Schweizer Abwehrzentrum und markierte im 38. Duell das 100. Verlusttor der Schweiz gegen den östlichen Nachbarn. Mit einem präzisen Schuss von der Strafraumgrenze glich Hakan Yakin in der 19. Minute aus. Er profitierte von einer ungenügenden Kopfballabwehr von Gerd Wimmer von Hansa Rostock, einem von sechs Bundesliga-Söldnern im Team von Trainer Hans Krankl. Hakan Yakin hat damit schon sein achtes Tor im 18. Länderspiel erzielt.

Herrlich in Vorbereitung und Abschluss der Schweizer Führungstreffer durch Alex Frei in der 41. Minute: Mit dem rechten Fuss nahm der Servette-Stürmer den genauen Pass von Hakan Yakin an, zog den Ball an Jürgen Panis vorbei und vollendete linksfüssig in den rechten Angel. Murat Yakins 3:1 nach einem Foul von Hiden an Frei entschied die einseitige Partie endgültig, ehe Wallner der Schweizer Abwehr ein zweites Mal entwischte. Schweiz - Österreich 3:2 (2:1)

St.-Jakob-Park, Basel. -- 23 500 Zuschauer. -- SR Rosetti (It).-- Tore: 11. Wallner 0:1. 19. Hakan Yakin 1:1. 41. Frei 2:1. 76. Murat Yakin (Foulpenalty) 3:1. 81. Wallner 3:2.

Schweiz: Stiel; Haas (82. Meyer), Henchoz (46. Wicky), Murat Yakin (91. Keller), Fournier (76. Magnin); Cabanas, Vogel, Müller; Hakan Yakin (66. Celestini); Frei, Chapuisat.

Österreich: Manninger; Wimmer (46. Kitzbichler), Baur, Hiden, Panis (46. Pürk); Cerny, Aufhauser, Wagner, Weissenberger; Linz (73. Kahraman), Wallner (82. Flögel).

Bemerkungen: Schweiz ohne N'Kufo (aus Verärgerung über seine Nichtselektion abgereist).
56. Abseitstor von Frei annulliert.
50. Länderspiel von Vogel; Länderspiel-Debüts der Verteidiger Meyer und Keller. Müller in der 2. Halbzeit in der Abwehr.

Österreich ohne Stranzl, Brunmayr und Haas (alle verletzt), Herzog (ausser Form) und Vastic (Verzicht); Cerny in der 2. Halbzeit Aussenverteidiger. Verwarnungen: 36. Wimmer, 58. Cerny (beide Foul).

(ba/sda)

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