Kölner Nagelbombe: Polizei tappt noch im Dunkeln
publiziert: Donnerstag, 10. Jun 2004 / 12:44 Uhr

Köln - Einen Tag nach der Explosion einer Nagelbombe in Köln hat die Polizei noch keinen konkreten Hinweis auf die Hintermänner der Gewalttat. Bei der Detonation in einem Wohn- und Geschäftsviertel waren 22 Menschen verletzt worden, 4 davon schwer.

Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar.
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Bislang ist kein Bekennerschreiben oder eine Selbstbezichtigung eingegangen, sagte ein Polizeisprecher in Köln. Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen, Festnahmen hat es bislang nicht gegeben.

Wir prüfen, ob es eine politische Motivation gibt, oder ob es sich beispielsweise um einen Racheakt handeln könnte, sagte ein Polizeisprecher. Bei der Detonation wurden hunderte von Nägeln durch die Luft geschleudert.

Hauptsächlich türkische Opfer

Die Opfer, meist Menschen türkischer Herkunft, wurden auch von umherfliegenden Nägeln und Glassplittern getroffen. Bei den vier Schwerverletzten handelt es sich den Angaben zufolge um Männer.

Nach der Explosion der Bombe im Stadtteil Mülheim hatte die Polizei eine Fahndung gegen unbekannt ausgelöst. Bei den Ermittlungen werde auch abgeklärt, ob es sich um einen Streit unter rivalisierenden Türken handeln könnte. Derzeit gebe es aber keinen Schwerpunkt.

Da der Hintergrund der Straftat völlig unklar sei, haben sich Annahmen, der Generalbundesanwalt könnte die Ermittlungen übernehmen, bislang nicht bestätigt, teilte ein Justizsprecher auf Anfrage in Düsseldorf mit. Am Nachmittag wollte die Polizei auf einer Medienkonferenz Einzelheiten bekannt geben.

(fest/sda)

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