Koizumi geht wieder zum Yasukuni-Schrein
publiziert: Montag, 17. Okt 2005 / 08:33 Uhr

Tokio - Der japanische Ministerpräsident Junichiro Koizumi ist zum heftig umstrittenen Yasukuni-Schrein für Japans Kriegstote gepilgert.

Junichiro Koizumi geht jedes Jahr wieder zu dem japanischen Schrein.
Junichiro Koizumi geht jedes Jahr wieder zu dem japanischen Schrein.
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In dem Shinto-Heiligtum in Tokio werden auch verurteilte Kriegsverbrecher geehrt. Seit seinem Amtsantritt im Jahre 2001 hat Koizumi damit den Yasukuni-Schrein jedes Jahr ein Mal besucht. Seine wiederholten Pilgergänge hatten die Beziehungen mit den asiatischen Nachbarländern China und Südkorea, die Opfer der Aggressionen der japanischen Kaiserarmee waren, schwer belastet.

Südkorea protestierte laut Medienberichten scharf gegen Koizumis erneuten Schrein-Besuch. Die japanische Botschaft in Peking warnte derweil ihre Landsleute in China vor möglichen heftigen Reaktionen, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

Empörung in China vorprogrammiert

Die Empörung in China über die Totenehrung am Yasukuni-Schrein, die Kritik an einer Beschönigung der japanischen Gräueltaten in Schulbüchern und Vorwürfe über eine mangelnde Aufarbeitung seiner Kriegsgeschichte hatten im April in China zu wochenlangen, teils gewalttätigen antijapanischen Demonstrationen geführt.

Der Yasukuni-Schrein gilt als ein Zentrum des japanischen Kaiserkults und Staatsshinto und des daraus erwachsenen aggressiven Nationalismus vor und während des Zweiten Weltkrieges.

Am 15. August diesen Jahres, dem 60. Jahrestag der Kapitulation Japans, hatte sich Koizumi bei den Staaten Asiens für die militärische Aggression Japans im Zweiten Weltkrieg entschuldigt. China und Südkorea hatten Tokio jedoch aufgefordert, den Worten der Reue über die Kriegsvergangenheit auch Taten folgen zu lassen.

(fest/sda)

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