Kolumbien klagt Schweiz an
publiziert: Samstag, 22. Apr 2006 / 13:14 Uhr / aktualisiert: Samstag, 22. Apr 2006 / 13:55 Uhr

Bogotá - Kolumbien wirft der Schweiz vor, von ihr mitfinanzierte nichtstaatliche Organisationen (NGO) würden die marxistische Rebellengruppe FARC unterstützten.

Die FARC hätten Unterstützung mit Geldern aus der Schweiz bekommen.
Die FARC hätten Unterstützung mit Geldern aus der Schweiz bekommen.
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Bern wollte die Vorwüfe nicht kommentieren.

Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) gebe «zum jetzigen Zeitpunkt keinen Kommentar» ab, sagte eine Sprecherin in Bern auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Kolumbiens Vize-Präsident Francisco Santos hatte zuvor erklärt, es gebe eine aggressive Kampagne gegen Kolumbien. Diese laufe über NGO, welche von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) finanziert würden.

Die angeschuldigten Hilfsorganisationen sollen sich für die «Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens» (FARC) und gegen die Regierung von Präsident Alvaro Uribe engagiert haben. Beanstandet wurden Plakat- und Tür-zu-Tür-Kampagnen in Genf.

Karikative Organisationen

Laut kolumbianischen Regierungsquellen handelt es sich bei den angesprochenen NGO um Fastenopfer und Brot für Alle, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Die Schweiz bemüht sich zusammen mit Frankreich und Spanien um eine Lösung des Konflikts zwischen der FARC und Kolumbiens Regierung.

Noch Anfang April hatte Bogotá den Einsatz der Schweiz gelobt und Aussenministerin Micheline Calmy-Rey zu einem Besuch eingeladen.

(rr/sda)

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