Regierung und Rebellen am Verhandlungstisch
Kolumbien leitet Friedensgespräche mit ELN-Rebellen ein
publiziert: Mittwoch, 30. Mrz 2016 / 21:08 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 30. Mrz 2016 / 21:38 Uhr
Am Mittwoch einigten sich Unterhändler in Caracas auf die Eckpunkte der Friedensgespräche. (Archivbild)
Am Mittwoch einigten sich Unterhändler in Caracas auf die Eckpunkte der Friedensgespräche. (Archivbild)

Caracas - Die Friedensgespräche mit der linken Guerillaorganisation Farc stehen kurz vor dem Abschluss, jetzt bittet die kolumbianische Regierung auch die kleinere Rebellengruppe ELN an den Verhandlungstisch.

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Am Mittwoch einigten sich Unterhändler in der venezolanischen Hauptstadt Caracas auf die Eckpunkte der Friedensgespräche. «Wir wollen dem Konflikt ein Ende setzen, die politische Gewalt beenden und die Situation der Opfer in den Mittelpunkt stellen», hiess es in einer gemeinsamen Erklärung.

Zur Verhandlung stehen ein Waffenstillstand, die Entschädigung der Opfer, Sicherheitsgarantien für ELN-Kämpfer und die politische Zukunft der Guerillaorganisation. Die Gespräche finden zunächst in Ecuador statt. Zudem soll es Verhandlungsrunden in Kuba, Brasilien, Chile und Venezuela geben.

2000 Kämpfer in fünf Regionen Kolumbiens

«Die Verhandlungen mit den Farc und der ELN sind unterschiedlich, aber beide sollen dem Konflikt ein Ende setzen», sagte der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos. «Mit Hoffnung streben wir dem Ende des Konflikts in Kolumbien entgegen. Mehr als jemals zuvor sollten wir jetzt vereint sein, damit der Frieden Wirklichkeit wird.»

Die kolumbianische Regierung führt seit mehr als zwei Jahren Sondierungsgespräche mit der ELN. Zuletzt hatten die Rebellen als Zeichen des guten Willens mehrere Geiseln freigelassen. Allerdings startete die marxistische Guerilla zu Beginn des Jahres auch eine Militäroffensive. Die Gruppe soll rund 2000 Kämpfer haben und ist in fünf Regionen Kolumbiens aktiv.

Im Bürgerkrieg zwischen staatlichen Sicherheitskräften, linken Rebellen und rechten Paramilitärs kamen in dem südamerikanischen Land bislang über 220'000 Menschen ums Leben und Millionen wurden vertrieben.

(cam/sda)

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