Gute Schweizer Bilanz
Kombinierer Andy Hartmann 9. nach dem Springen
publiziert: Samstag, 9. Feb 2002 / 21:49 Uhr

Andy Hartmann nutzte bei dem Springen des Einzel-Wettkampfs die Bedingungen optimal aus und geht nun heute (Sonntag) als Neunter mit 2:35 Minuten Rückstand auf den Sprungsieger Jaako Tallus (Fi) auf die schwierige 15-km-Strecke. Der 21-jährige Bündner besitzt gute Chancen auf einen Diplomplatz (Ränge 1 - 8).

Im Training hatte Andy Hartmann noch nicht überzeugen können, nur der eine oder andere Sprung gelang ihm einigermassen ansprechend. Der frühere Junioren-WM-Zweite nutzte aber im ersten Durchgang die bei ihm optimalen Aufwind-Bedingungen und sprang auf 96,5 m, was den 6. Zwischenrang bedeutete. Auch im Finalumgang, in dem ebenfalls wechselnder Wind herrschte, hatte Hartmann Glück und erreichte mit 91 Metern eine ordentliche Weite (14. Rang). «Mit dieser Leistung habe ich wirklich nicht gerechnet», sagte Hartmann nachher überglücklich. «Im Weltcup hatte ich mit den Bedingungen bisher immer Pech.»

Vertrauen wieder gewonnen

In der Jahres-Wertung stieg Hartmann nach der ersten Periode in den B-Weltcup ab, weil es ihm im Springen überhaupt nicht lief. Er qualifizierte sich in der Folge in der «2. Liga» für die Olympischen Spiele. «Für das Springen war der Abstieg gut. Im B- Weltcup wird mit mehr Speed angefahren, so konnte ich das Vertrauen in das Springen wieder gewinnen», sagte der Bündner, der Anfang Saison auf den grossen Anlagen Mühe hatte, sich zu überwinden. Auch im Laufen hat er wieder zu einer guten Form zurückgefunden. «Nach dem Abstieg fiel ich zuerst in ein Loch, aber es ging rasch wieder aufwärts, und jetzt bin ich in einer Superform», sagte der beste Schweizer Kombinierer der letzten Jahre. Zweimal war er im B- Weltcup hinter dem starken Norweger Kenneth Braaten die zweitbeste Zeit gelaufen. «Und auch mit der Höhe habe ich keine Probleme», zeigte sich der Bündner, der nach den Olympischen Spielen wieder im B-Weltcup starten muss, für das heutige 15-km-Rennen zuversichtlich.

Heer hatte Windpech

Im Training hatte Ronny Heer (21., 3:48 zurück) immer mit den Besten mitgehalten. Im Wettkampf schauten dann im 1. Durchgang für den 21-jährigen Horwer nur 86,5 m heraus. «Ich weiss, was ich kann», nahm er das Windpech gelassen. Im Final zeigte er mit einem Flug auf 91,5 m (12. Rang) wieder eher sein wahres Können. Schlecht in die Konkurrenz starteten Andreas Hurschler (39., 5:48) und Ivan Rieder (43., 6:45), die nach dem ersten Sprung (nur 78,5 respektive 78 m) die beiden letzten Plätze im 45-köpfigen Feld belegten. Zumindest Hurschler vermochte sich im Final aufzufangen und segelte auf 90 m. «Schade, dass der erste Versuch missriet», haderte der 24- jährige Hurschler nachher mit seiner Leistung.

Tallus tippt auf Lajunen

Überaus spannend wird der Kampf um die Medaillen. Favoriten auf Gold sind der zweifache WM-Zweite von Lahti, Samppa Lajunen und der Sprint-WM-Dritte Ronny Ackermann. «Ich tippe nicht als Patriot, sondern als Realist auf Samppa», sagte der Sprunglaufsieger Jaako Tallus, der bei den WM im Vorjahr im Springen auch Zweiter geworden war. Der 20-jährige Finne, der in seiner Karriere im Weltcup schon zwölfmal die erste Teilprüfung als Erster beendete, war nur mit dem ersten Sprung zufrieden. «Beim zweiten war der Wind nicht gut.» Gejagt wird er auf der anspruchsvollen 15-km-Strecke zuerst von Mario Stecher (Ö, 0:48 zurück) und dann von Lajunen (0:53), Christoph Bieler (Ö, 1:03) und Ackermann (1:08). Von diesem Spitzenquintett sind Lajunen und Ackermann die stärksten Läufer, so dass der Tipp von Tallus zutreffen kann.

Unter Erwarten schnitten im Springen der Amerikaner Todd Lodwick (7., 2:15) und vor allem der Weltcup-Leader Felix Gottwald (11., 2:43). «Ich werde schauen, was noch drin liegt. Die Loipe ist schwierig, und es ist noch viel möglich in dieser grossen Höhenlage», sagte der sechsfache Saisonsieger im Weltcup, der als Favorit auf Gold gegolten hatte. Nun trennen ihn von den besten Läufern doch rund zwei Minuten, so dass er höchstens noch um Rang 3 wird kämpfen können.

(sda)

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