Kommentar: Boni in Zeiten der Rezession
publiziert: Montag, 15. Mrz 2010 / 15:55 Uhr / aktualisiert: Montag, 15. Mrz 2010 / 19:55 Uhr
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Ob da wohl ein Bonus in der Tasche steckt?
Ob da wohl ein Bonus in der Tasche steckt?

Die heutige Verkündung der Bonuszahlungen der defizitären UBS hat einiges an Irritation in der Bevölkerung verursacht... und warum auch nicht?

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Verlust 2,74 Milliarden, Bonus 3 Milliarden... kann sich das rechnen? Bestimmt nicht. Doch bei den Banken muss es sich schon lange nicht mehr rechnen, kriegt man das Gefühl. Bereits werden weltweit wieder Boni grosszügig verteilt, Gewinn oder nicht. Denn den Märkten geht es ja wieder besser, die Kurse steigen und wenn man in Betracht zieht, dass die UBS 2008 ja noch mit einem zweistelligen Milliardenbetrag im Minus war, dann ist dieses 3000-Millionen Zückerchen sicher verdient.

Doch warum geht es den Märkten besser? Waren das die Banken, war das die Finanzindustrie, die für dieses Hoch gesorgt hat? Wer das fragt, wird natürlich nur ein Lachen ernten. Zu recht.

Luft für neue Spekulationsblase?

Es waren die Staaten, sprich die Steuerzahler, die mit gigantischen Stützungspaketen und billigem Geld dafür sorgten, dass es nicht zur totalen Katastrophe kam und wenn jetzt die Kurse wieder ansteigen, dann ist es die gigantische, von den Zentralbanken in das System gepumpte Liquidität, die für diesen Aufwärtstrend und womöglich Luft für eine neue Spekulationsblase sorgt.

Derweil liegen den Staaten immer noch die riesigen Pakete toxischer Papiere auf der Tasche, die deshalb nicht mehr die Bücher der Banken und Versicherungen belasten. Die Staatshaushalte – nicht nur vom Problemkind Griechenland – sind in einer ernsthaften Schieflage, die Defizite werden noch für Generationen die Staatshaushalte und somit die Sozialwerke und Infrastrukturbudgets belasten. Geld, das an allen Ecken und Enden fehlt.

Aber scheinbar nicht den Banken.

Boni sind nicht mehr Privatsache

Die moralische Schlagseite der Big Player wird immer grösser, das Verständnis beim Volk immer kleiner. Boni in den Zeiten der Rezession gehen bei Banken, die nur dank Steuerhilfen noch existieren, nicht mehr als Privatsache einer Firma durch. Doch die Botschaft ist offensichtlich immer noch nicht angekommen. Oder man nimmt sie in diesen Kreisen einfach nicht wahr, da selbst abgestürzte Banken noch in solch hohen Sphären zu schweben scheinen, so dass der empörte Aufschrei derjenigen, die auf dem Boden der Tatsachen leben, nur mehr ein Hintergrundrauschen ist, während man sich sich gegenseitig zum tollen Geschäftsgang und den phantastischen eigenen Leistungen gratuliert.

Wird hingegen davon gesprochen, dass für die Konjunktur-Programme der Staaten von den Banken Rückzahlungen geleistet werden sollen, sind die Schmerzensschreie um so grösser und es wird betont, dass für solche schrecklichen Dinge natürlich der Kunde aufkommen müsse. Denn Boni sind geheiligt, der Staat soll bitte warten. Bis zum nächsten Crash.

(Patrik Etschmayer/news.ch)

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Es gibt eine ganz einfach Erklärung dazu
Diese Manger haben gar noch nicht gemerkt, dass sie ihr Geld gar nicht wert sind. Die Finanzkatastrophe ist nicht nur ein Produkt der Gierde, so einfach ist das nicht. Aber sie zeigt auch ganz klar das viele Chefs gar nicht in der Lage sind Ihre Firma zu leiten. Also unfähig, überfordert und realitätsfern. So wird dann auch in jenen Frimen gearbeitet. Die Obersten wissen gar nicht was unten übehaupt alles abgeht. Sie schmiden irrwitzige Pläne um kurzfristige Gewinne einzufahren. Merken aber nicht, dass diese Vorgaben nie auf der Basis ankommen oder da überhaupt vernünftig ausgeführt werden können.
Wie stecken weniger in einer Abzockkrise als in einer Managerkrise die überfordert, schnellgebleicht, das unmöglich versuchen. Und sie werden von den selbigen Managern sehr gut dafür bezahlt.
Gier und Grössenwahnsinn
Wer stoppt diesen Grössenwahnsinn und diese Gier? http://www.cash.ch/news/topnews/lehman_brothers_wollte_mit_ubs_fusioni.... Unsere politische Elite wird bestimmt alles daran setzen, die Abzocker-Initiative zu verwässern und so spät wie möglich dem Volk zur Abstimmung zu unterbreiten. Unsere "Elite" fühlt sich in höheren Sphären, es ist an der Zeit, dass sie auf den Boden der Realität zurückgeholt wird.
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