Kommt jetzt die Energiekrise?
publiziert: Samstag, 3. Sep 2005 / 12:25 Uhr / aktualisiert: Samstag, 3. Sep 2005 / 16:24 Uhr

Berlin - Als Folge des Hurrikans «Katrina» in den USA befürchtet der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Claude Mandil, eine globale Energiekrise.

Schon heute fehlen täglich etwa eine Million Fass Benzin.
Schon heute fehlen täglich etwa eine Million Fass Benzin.
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«Wenn die Krise die Ölprodukte betrifft, dann ist es eine weltweite Krise. Keiner sollte denken, dass sich das nur auf die USA beschränken wird», sagte Mandil der Zeitung «Die Welt».

Schon jetzt kauften die USA Benzin in Europa. Wenn die Raffinerien beschädigt sein sollten, werde sich das noch verstärken.

«Dann wird sich das sehr schnell zu einer globalen Krise ausweiten», warnte Mandil. Noch sei nicht abzuschätzen, welche Schäden der Hurrikan angerichtet habe.

Erst Anfang kommender Woche könne man wohl mit Gewissheit sagen, wie stark Förderplattformen und Raffinerien wirklich beschädigt seien.

Produktion stark eingeschränkt

Durch den Hurrikan ist die Benzin-Produktion in den USA stark eingeschränkt. Acht Öl-Raffinerien in den USA sind in Folge des Sturms geschlossen, andere arbeiten nur eingeschränkt.

Es fehlen pro Tag etwa eine Million Fass (je 159 Liter), was etwa 10 Prozent des täglichen US-Verbrauchs entspricht.

Eine Prognose über die weitere Entwicklung des Ölpreises wollte Mandil nicht geben. «Das hängt von sehr vielen unsicheren Faktoren ab und auch vom Verhalten der Verbraucher», sagte Mandil.

Risiko für die gesamte Welt

«Aber der Preis ist viel zu hoch - das war er schon vor ´Katrina´. Das ist ein Risiko für die Wirtschaft der gesamten Welt, vor allem für die Wirtschaft der armen Länder.»

Die Schweiz, Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien hatten sich am Freitag bereit erklärt, im Rahmen einer von der Internationalen Energieagentur (IEA) koordinierten Aktion den USA Öl und Ölprodukte zur Verfügung zu stellen.

Die IEA kündigte an, für zunächst 30 Tage 2 Mio. Fass täglich aus Reserven ihrer Mitglieder freizugeben.

Mandil forderte die Industrieländer auf, mehr in die Forschung und Entwicklung alternativer Energien und der Atomenergie zu investieren, um die Abhängigkeit vom Öl zu verringern. An die Verbraucher appellierte er, Energie zu sparen.

(bert/sda)

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