Kommunikationsflut führt zu privaten Konflikten
publiziert: Montag, 29. Okt 2007 / 12:57 Uhr

München - Eine kommunikationswissenschaftliche Studie der Universität St. Gallen warnt vor übermässigem Gebrauch von E-Mail-fähigen Handys wie Blackberrys.

Die ständige Erreichbarkeit ist ein Problem für das Privatleben.
Die ständige Erreichbarkeit ist ein Problem für das Privatleben.
1 Meldung im Zusammenhang
«Eine deutlich wachsende Tendenz zu Konflikten im Privatleben» sei durch die ständige Erreichbarkeit festzustellen, meint die Universitätsprofessorin Miriam Meckel im Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus. Blackberrys erlauben immer und überall auf geschäftliche Mails antworten zu können. Das sei vor allem im Familienleben störend, meint Meckel.

Ganz im Gegensatz steht diese Meinung zur neuen Positionierung von Blackberry. Der Handheld-PDA soll in Zukunft durch private Kommunikationsnetzwerke die Koordination des Familienlebens erleichtern. Meckel sieht die andauernde Verwendung von Blackberrys im Privatleben jedoch als Einschränkung der Lebensqualität: «Das bedeutet für ihre Familien und Partner: Sie sind physisch präsent, aber ständig abgelenkt - am Frühstückstisch, beim Spaziergang, beim Spielen mit den Kindern.»

Manager-Ängste

Manager würden nur deshalb so oft zum Blackberry greifen, weil sie Angst hätten, relevante Arbeitsschritte vollkommen ihren Mitarbeitern anzuvertrauen, meint Meckel: «Sie fürchten sonst, nicht mehr wichtig zu sein.»

Auch die Kommunikationsflut innerhalb von Unternehmen kritisiert Meckel. Diese sei die Folge der so genannten «Cover-your-ass-Strategie». Viele E-Mails würden nur an Kollegen weitergeleitet, um bei der Lösung eines Problems möglichst nicht alleine dazustehen und sich auf andere ausreden zu können.

(fest/pte)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Berlin - Die ersten Tage im neuen Jahr ... mehr lesen
Wenn es der Chef nicht sieht, kommen schon mal fünf Stunden beim Surfen für private Zwecke zusammen.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Einschulung.
Einschulung.
Publinews    Wenn man von optimaler Begleitung von Schulkindern spricht, denken wohl die wenigsten Menschen an einen Schulthek. Der Inbegriff der Begleitung liegt immer noch im Mutter- oder Vaterbegriff begraben. mehr lesen  
Trends für 2019  Geht es um Trends der digitalen Devisen für 2019, rangiert der Bitcoin ganz vorn. Auch Ethereum, Bitcoin Cash ... mehr lesen  
Hohes Verlustrisiko aufgrund der hohen Volatilität.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, ... mehr lesen   3
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 2°C 7°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Basel 3°C 8°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
St. Gallen 2°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer freundlich
Bern 2°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Luzern 3°C 7°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Genf 3°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich bedeckt, wenig Regen
Lugano 7°C 14°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten