Kommunikationstest statt Einbürgerungsgespräch
publiziert: Mittwoch, 16. Apr 2008 / 15:24 Uhr

Emmen - Wer in Emmen LU künftig ein Einbürgerungsgesuch einreicht, muss zuerst seine Kommunikationskompetenz unter Beweis stellen und eine Informationsveranstaltung besuchen. Dafür soll das Verfahren beschleunigt und der Pendenzenberg abgebaut werden.

Deutsch muss für eine Einbürgerung erlernt worden sein.
Deutsch muss für eine Einbürgerung erlernt worden sein.
Emmen hat laut Mitteilung die revidierten Richtlinien für das Einbürgerungsverfahren in die Vernehmlassung gegeben. Es sei heute unbefriedigend, wenn ein Gesuch mangels Kenntnisse der deutschen Sprache abgelehnt werden müsse, nachdem die Behörden das Gesuch bereits geprüft und der Gesuchsteller eine lange Wartezeit in Kauf genommen habe.

Deshalb soll zuerst die Kommunikationskompetenz geprüft werden. Dazu wird ein Test erarbeitet, der regelmässig angepasst werden soll. Der Kommunikationstest ersetzt das Einbürgerungsgespräch mit einer Delegation des Gemeinderates. Davon verspricht man sich, dass die Gesuchsteller sich besser einschätzen und ihre Voraussetzungen gezielter verbessern können.

Anlass zur Totalrevision gibt auch die Finanzreform des Kantons. Diese schreibt vor, dass nicht mehr die Kantonspolizei, sondern die Gemeinden Einbürgerungsberichte verfassen. Zu diesem Zweck wird die Geschäftsstelle Bürgerrechtswesen neu organisiert und aufgestockt. Sie bietet künftig zusammen mit der Bürgerrechtskommission einen fakultativen Kurs für Gesuchsteller an.

(fest/sda)

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