Komplementärmedizin wird nicht gestärkt
publiziert: Mittwoch, 19. Sep 2007 / 11:32 Uhr

Bern - Der Nationalrat hält nichts von einer Gleichstellung von Komplementärmedizin und Schulmedizin. Mit 93 zu 78 Stimmen lehnte er die Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin» ab und folgte damit dem Bundesrat.

Die Initiative fordert eine echte Wahlfreiheit zwischen Schul- und Komplementärmedizin.
Die Initiative fordert eine echte Wahlfreiheit zwischen Schul- und Komplementärmedizin.
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Die Gesundheitskommission (SGK) des Nationalrates hatte mit 15 zu 8 Stimmen ein Nein zur Initiative empfohlen.

Zum einen seien viele der Forderungen bereits erfüllt, befand die Mehrheit.

Weiter sei der Initiativtext zu schwammig formuliert. Die finanziellen Auswirkungen der Initiative seien nicht abzusehen.

Unterstützung in der Bevölkerung

Eine rot-grüne Kommissionsminderheit hätte das Anliegen gerne unterstützt.

Komplementärmedizinische Behandlungen sollten nicht ein Privileg für gut Betuchte mit Zusatzversicherung bleiben, sagte Silvia Schenker (SP/BS).

Die Initiative habe in der Bevölkerung viel Unterstützung.

Echte Wahlfreiheit

Die 2005 eingereichte Volksinitiative fordert eine echte Wahlfreiheit zwischen Schul- und Komplementärmedizin.

In der Komplementärmedizin tätige Ärzte und auch nicht-ärztliche Therapeuten sollen ihren Beruf landesweit legal ausüben können.

Drittens soll die Komplementärmedizin in Aus- und Weiterbildung, Lehre und Forschung, Heilmittelbranche und, soweit es den ärztlichen Bereich betrifft, in den Sozialversicherungen berücksichtigt werden. Von Ärzten angewandte Methoden sollen von der Grundversicherung gedeckt werden.

(rr/sda)

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