Konferenz wirft Westen Islam-Verunglimpfung vor
publiziert: Sonntag, 19. Mrz 2006 / 16:16 Uhr

Isfahan - Bei einer Konferenz zum Streit über Karikaturen des Propheten Mohammed haben Islamgelehrte dem Westen vorgeworfen, den Islam als Terrorreligion zu diffamieren.

Dänemark sei mit Absicht gewählt worden, weil es ein Kreuz in der Fahne hat, meinte der Konferenzvorsitzende Mohammedi-Araki.
Dänemark sei mit Absicht gewählt worden, weil es ein Kreuz in der Fahne hat, meinte der Konferenzvorsitzende Mohammedi-Araki.
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«Der Westen will den Islam mit Terrorismus in Verbindung bringen. Dies ist auch der Hintergrund hinter den antiislamischen Karikaturen», sagte der bangladeschische Religionsminister Musharraf Hussein Shachjahan in der zentraliranischen Stadt Isfahan.

Dieser «Verschwörung» müsse die islamische Geistlichkeit entgegentreten, hatte zuvor der Konferenzvorsitzende Mahmud Mohammedi-Araki gefordert.

Fahne mit Kreuz

Er warf den USA und Israel vor, den Streit mit Absicht angezettelt zu haben, um Zwietracht zwischen Muslimen und Christen zu säen. «Dänemark ist mit Absicht gewählt worden, weil es ein Kreuz in der Fahne hat», meinte er zur Eröffnung am Samstag.

An dem Treffen, das am Sonntag zu Ende gehen sollte, nahmen unter dem Motto «Konstruktiver religiöser Dialog - Rahmen für eine Weltordnung» mehr als 200 Religionsgelehrte aus fast 40 Ländern teil, hiess es in iranischen Medien.

Respekt vor Religionen

Ein Hauptziel der Tagung war es, den Text für eine Konvention zu erarbeiten, in der der Respekt vor den Religionen verlangt und die Veröffentlichung der Karikaturen mit dem Propheten Mohammed verurteilt wird. Die in europäischen Zeitungen veröffentlichten Zeichnungen hatte im Januar eine Welle gewaltsamer Proteste in der islamischen Welt ausgelöst.

(ht/sda)

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