Neue Studie veröffentlicht
Konkurrenzdruck macht Ältere und Frauen risikobereiter
publiziert: Freitag, 8. Jan 2016 / 12:39 Uhr
Frauen gehen unter Konkurrenzdruck mehr Risiken ein und sind mutiger.
Frauen gehen unter Konkurrenzdruck mehr Risiken ein und sind mutiger.

Basel - Die Neigung, Risiken einzugehen, sinkt mit dem Alter, so eine Studie der Universität Basel. Aber nicht überall: Bei schwierigen Lebensumständen bleibt sie hoch und unterscheidet sich nicht zwischen Männern und Frauen.

1 Meldung im Zusammenhang
Wissenschaftler der Universität Basel und des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin haben untersucht, welche Faktoren die Risikobereitschaft beeinflussen. Alter, Geschlecht, aber auch grosse Armut und soziale Ungleichheit spielen dabei eine Rolle, wie die Universität Basel am Freitag mitteilte.

Junge und Männer meist risikofreudiger

In den meisten Ländern sinkt die Bereitschaft, im Alltag Risiken einzugehen, mit dem Alter. Auch sind Männer meist risikofreudiger als Frauen. Jedoch finden sich in Ländern wie Nigeria, Mali und Pakistan weniger bis keine alters- oder geschlechtsbedingte Unterschiede bei der Risikobereitschaft.

Um dieses Phänomen zu erklären, verglichen die Forscher Daten aus 77 Ländern. Dabei fanden sie einen deutlichen Zusammenhang der gleichbleibend hohen Risikobereitschaft mit den vorherrschenden Lebensumständen. Berücksichtigt wurden wirtschaftliche und soziale Armut, Mordrate, Pro-Kopf-Einkommen und Einkommensungleichheit.

Konkurrenz als entscheidender Faktor

Rui Mata, Erstautor der Studie und Assistenzprofessor an der Universität Basel, sieht den Grund für das Phänomen entsprechend im Konkurrenzdruck: Wo die Ressourcen knapp seien, müssten die Menschen stärker miteinander konkurrieren. «Dies gilt für Männer wie Frauen gleichermassen und erklärt die geringeren Geschlechterunterschiede.»

Die Studie zeige, dass die Risikoneigung sich mit dem Alter anpasse, und das über viele Kulturen hinweg, liess sich Ralph Hertwig vom MPI für Bildungsforschung in der Mitteilung zitieren. Sie sei also - anders als von der Ökonomie oft unterstellt - nicht konstant. «Gleichzeitig hängt diese Anpassungsleistung aber auch von den lokalen Lebensbedingungen und existenziellen Erfordernissen ab.''

(pep/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Eine bezahlbare, schöne und genügend grosse Wohnung zu finden, ist oft schwierig - besonders für Menschen mit ... mehr lesen
Besonders häufig mit einer ungenügenden Wohnsituation müssen sich Alleinerziehende sowie Ausländerinnen und Ausländer abfinden.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 16
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere Forschungsprojekte und einem grösseren Forscherkreis zur Verfügung.
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere ...
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben in der Schweiz in Betrieb. Die Biobank soll zur wichtigen Forschungsressource für massgeschneiderte Medizin werden. mehr lesen 
Wegen Zika - Acht Wochen nur geschützt  Genf - Touristen sollen nach ihrer Heimreise aus Zika-Gebieten mindestens acht Wochen ... mehr lesen  
Zika wird hauptsächlich durch Mückenstiche verbreitet.
Das Zika-Virus kann auch bei Erwachsenen schwerwiegende neurologische Erkrankungen auslösen.
Experten: Europa muss sich auf die Zika-Epidemie vorbereiten Kopenhagen - «Die Zeit ist nicht auf unserer Seite. Das Zika-Virus zeigt nicht nur sein immer hässlicheres ...
In 60 bis 80 Prozent der Fälle verläuft eine Infektion unbemerkt. (Symbolbild)
16 Personen in der Schweiz Zika-infiziert Bern - In der Schweiz sind seit Einführung der Meldepflicht Anfang März 16 Fälle von Infektionen mit dem Zika-Virus festgestellt ...
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 18°C 25°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
Basel 17°C 26°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
St. Gallen 16°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 17°C 25°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
Luzern 19°C 24°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 16°C 25°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 17°C 27°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten