Konservative gewinnen in Griechenland
publiziert: Sonntag, 16. Sep 2007 / 20:10 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 16. Sep 2007 / 23:10 Uhr

Athen - Bei der Parlamentswahl in Griechenland zeichnet sich eine absolute Mehrheit für die konservative Partei Nea Dimokratia (ND) von Ministerpräsident Kostas Karamanlis ab. Nach Auszählung eines Drittels der Stimmen lag sie mit knapp 44 Prozent in Führung.

Ministerpräsident Kostas Karamanlis steht seit den schweren Bränden unter Druck.
Ministerpräsident Kostas Karamanlis steht seit den schweren Bränden unter Druck.
Die Panhellenische Sozialistische Bewegung (Pasok) kam auf 38,5 Prozent und verlor damit fast zwei Prozent gegenüber 2004. Die Partei von Oppositionsführer Giorgos Papandreou erreichte damit das schlechteste Resultat seit 1977.

Auch die auf Nachwahlbefragungen basierenden Prognosen von verschiedenen Fernsehanstalten rechneten mit einem Sieg der ND mit zwischen 41 bis 43 Prozent.

Damit dürfte die ND im 300 Sitze zählenden Parlament eine knappe Mehrheit erreichen und auch in Zukunft alleine regieren können.

Radikale Vertreter

Mehrere radikale Parteien schafften den Sprung in die Volksvertretung. Der Einzug wird den Prognosen nach den Kommunisten gelingen, die mit etwa 8,2 Prozent deutlich besser als 2004 (5,9) abschneiden.

Auch das Bündnis der Radikalen Linke (SYRIZA) steigert sich auf 5 Prozent (2004: 3,2).

Auch die ultranationalistisch-religiöse Partei LAOS wird laut Fernsehberichten mit etwa vier Prozent der Stimmen ins Athener Parlament einziehen.

Karamanlis lässt sich feiern

Knapp zehn Millionen Griechen waren aufgerufen, über die Zusammensetzung des Parlaments zu entscheiden. Die Abgeordneten werden für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt.

Im Zentrum Athens versammelten sich am Abend tausende Anhänger der Nea Dimokratia und feierten mit Hupkonzerten und Fahnen sowie Feuerwerk den Wahlsieg ihrer Partei.

Karamanlis liess sich von seinen Anhängern vor der Parteizentrale feiern.

Vorgezogene Wahlen

Wegen des schlechten Katastrophenmanagements während der verheerenden Waldbrände vom August hatte die Regierung um ihre anfangs sicher geglaubte Mehrheit gebangt.

Karamanlis wollte sich mit den vorgezogenen Neuwahlen ein neues Mandat für seine Reformpolitik verschaffen und hatte diese zwei Wochen vor der Brandkatastrophe angekündigt. Regulär hätten die Wahlen im März kommenden Jahres stattgefunden.

(fest/sda)

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