Kontroverse um «letzte Hexe Europas»
publiziert: Montag, 4. Jun 2007 / 14:50 Uhr

Glarus - Der Reformierte Kirchenrat des Kantons Glarus verzichtet auf einen formellen Akt zur Rehabilitation von Anna Göldi, die 1782 als Hexe hingerichtet wurde. Er betont aber, dass Hexenverfolgung in jeglicher Form zu verurteilen sei.

Hintergrund der Kontroverse um die Rehabilitation der «letzten Hexe Europas» ist der 225. Todestag am 13. Juni, der zum «Anna Göldi Tag» ernannt wurde.
Hintergrund der Kontroverse um die Rehabilitation der «letzten Hexe Europas» ist der 225. Todestag am 13. Juni, der zum «Anna Göldi Tag» ernannt wurde.
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An Prozess und Hinrichtung war neben der weltlichen Obrigkeit auch die Kirche beteiligt. Die Glarner Regierung entschied vor Kurzem, auf eine offizielle Rehabilitation könne verzichtet werden.

Sie sei im Bewusstsein der Glarnerinnen und Glarner längst erfolgt. Die Geschichte sei ohne etwas zu beschönigen aufgearbeitet worden.

Nun hat letzte Woche auch der evangelisch-reformierte Kirchenrat - die Exekutive der kantonalen reformierten Kirche - beschlossen, ein formeller Rehabilitationsakt sei nicht mehr nötig.

Die historische und literarische Aufarbeitung sei erfolgt, schreibt der Kirchenrat in seiner Stellungnahme an die Synode, das Kirchenparlament.

Sensibilisierung für «Hexenverfolgung»

Unabdingbar sei auch, bewusst für die Würde des Menschen und gegen Diffamierung und Ausgrenzung einzustehen und wenn nötig zu kämpfen. Dazu gehöre auch die Sensibilisierung für heutige Formen der «Hexenverfolgung».

Der Kirchenrat verweist auf eine Ausstellung im Kunsthaus Glarus, welche sich mit Frauenhandel und Zwangsprostitution auseinandersetzt (bis 10. Juni).

Hintergrund der Kontroverse um die Rehabilitation der «letzten Hexe Europas» ist der 225. Todestag am 13. Juni, der zum «Anna Göldi Tag» ernannt wurde.

(dl/sda)

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