Konys Rebellen rekrutieren weiter Kinder
publiziert: Donnerstag, 7. Jun 2012 / 13:44 Uhr
Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag sucht Kony wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag sucht Kony wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

New York - Die berüchtigte Truppe des international zur Fahndung ausgeschriebenen Rebellenführers Joseph Kony entführt noch immer hunderte von Kindern. Zwischen Juli 2009 und Februar 2012 sind gemäss UNO-Angaben mindestens 591 Kinder betroffen gewesen.

7 Meldungen im Zusammenhang
Die Kinder stammten aus der Demokratischen Republik Kongo, der Zentralafrikanischen Republik und dem Süden des Sudans, sagte die UNO-Beauftragte für Kinder in bewaffneten Konflikten, Radhika Coomaraswamy. Sie weilte am Mittwoch (Ortszeit) in New York anlässlich der Vorlage eines Berichts über die Aktivitäten der Lord's Resistance Army (LRA).

Seit Monaten läuft eine intensive Fahndung nach Kony in den Dschungelgebieten Zentralafrikas. Das Interesse an der Suche wurde durch ein millionenfach angeklicktes Internetvideo der US-Kinderhilfsorganisation Invisible Children gesteigert. Das Video ist seit dem Frühjahr abrufbar und stellt Gewalttaten der LRA dar.

Schwere Verbrechen

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag sucht Kony wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, darunter Mord, Vergewaltigung und Zwangsrekrutierung von Kindersoldaten. An der Fahndung sind rund 100 US-Spezialkräfte beteiligt. Der UNO-Sonderbeauftragte für Zentralafrika, Abou Moussa, sagte kürzlich, dass sich die Schlinge um Kony immer enger zusammenziehe.

Die entführten Kinder würden als Kindersoldaten, Spione, Wächter, Träger und Köche eingesetzt, sagte Coomaraswamy. Häufig würden sie gezwungen, enge Angehörige und Freunde umzubringen. Nach aktuellen Erkenntnissen verfüge Kony noch über 300 bis 500 bewaffnete Kräfte, rund die Hälfte davon seien Kindersoldaten.

Die Hälfte der entführten Kinder sind Mädchen. Sie werden in der Regel zwangsverheiratet, häufig vergewaltigt oder sexuell missbraucht.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - Der ugandische Rebellengruppe Lord's Resistance Army (LRA) hat ... mehr lesen
LRA-Anführer Joseph Kony.
New York - Trotz Widerstandes ist eine Resolution zum Schutz von Kindern in Kriegen im UNO-Sicherheitsrat verabschiedet ... mehr lesen
Die UNO will gegen die Verletzung von Kinderrechten vorgehen.
Washington - US-Präsident Barack Obama verlängert den Einsatz zur Jagd auf den ugandischen Rebellenführer Joseph Kony. Einhundert US-Spezialkräfte sollen ... mehr lesen
Barack Obama schickt 100 Spezialkräfte zur Unterstützung der ugandischen Armee.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Entebbe - Die Afrikanische Union macht mit 5000 Soldaten Jagd auf den international gesuchten Kriegsherren Joseph Kony. Die Truppe soll am Samstag im Südsudan eintreffen. mehr lesen 
Nairobi - Die ugandische Rebellenorganisation «Widerstandsarmee des Herrn» (LRA) hat in den vergangenen Monaten rund 700 Menschen entführt, mindestens ein Drittel davon Kinder. Dies geht aus einer Studie der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hervor. mehr lesen 
Insgesamt brachten die sunnitischen IS-Extremisten 1969 Gefangene um. (Symbolbild)
Insgesamt brachten die sunnitischen ...
Erschossen - gesteinigt - geköpft  Bagdad - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in den vergangenen acht Monaten in Syrien fast 2000 Gefangene getötet. Mehr als 1200 von ihnen seien Zivilisten gewesen, darunter sechs Kinder, berichtete die oppositionelle Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. 
IS-Kämpfer greifen irakische Stadt an Bagdad - Die Extremistenorganisation Islamischer Staat (IS) hat einen Angriff auf die irakische Stadt Samarra ...
In Samarra sammeln sich die Kräfte der verfeindeten Parteien. (Archivbild)
Gerichtliche Einstufung  Kairo - Nach dem Verbot der bewaffneten Kassam-Brigaden der radikal-islamischen Hamas hat ein Gericht in Ägypten am Samstag nun die gesamte ...  
Die Hamas akzeptiert Ägypten künftig nicht mehr als Bermittler. (Symbolbild)
Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Sommer 2013 durch das Militär geht Kairo hart gegen Islamisten vor.
Kairo geht gegen Islamisten vor Kairo - Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Sommer 2013 kennt die ägyptische Regierung kein Erbarmen mit den ...
Mohammed Badie soll lebenslang hinter Gitter. (Symbolbild)
Lebenslang für Chef der Muslimbrüder Kairo - Ein Gericht in Kairo hat den Chef der Muslimbrüder, Mohammed Badie, sowie weitere führende Mitglieder der Organisation zu ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2825
    Um... den Daesh (IS) auszuschalten sollte und muss jedes Mittel recht ... gestern 21:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2825
    Es... wird langsam klar, dass sich vor den Toren Europas eine Gefahr aufbaut, ... gestern 13:21
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2825
    Wenn... man betrachtet was die Flüchtlinge, fast nur Muslime unter ihnen, in ... gestern 12:40
  • Kassandra aus Frauenfeld 1200
    Na, was habe ich gesagt! Sogar ein Zitat aus Deutschland, wo viele ja weniger Freiheit als ... Fr, 27.02.15 19:33
  • Kassandra aus Frauenfeld 1200
    Asche über mein Haupt! Ich bin einer Plagiatorin aufgesessen! Dank Jorian weiss ich das jetzt ... Fr, 27.02.15 19:03
  • jorian aus Dulliken 1568
    Lieber zombie! Klar kennt man die Gründe für die Asylantenschwemme! Gier: Viele ... Fr, 27.02.15 14:21
  • jorian aus Dulliken 1568
    TTIP (Titel zu kurz) War schon in einer Zeitschrift nachzulesen. Ist jetzt bald ein Jahr ... Fr, 27.02.15 14:16
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2825
    In... dieser Region git es keine funktionierenden lokalen Behörden. ... Fr, 27.02.15 10:45
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich -2°C 1°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Basel -2°C 2°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
St.Gallen -1°C 2°C leicht bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 1°C 6°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 2°C 5°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 1°C 7°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Lugano 7°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten