Konzepte für Luchs und Wolf in der Schweiz scheidet die Geister
publiziert: Dienstag, 23. Mrz 2004 / 17:13 Uhr

Bern - Raubtiere wecken Leidenschaften. Während Naturschützer dem Bund vorhalten, mit den Konzepten Luchs und Wolf die Jagd auf die Fleischfresser freizugeben, weigern sich Jäger und Tierhalter nach wie vor, mit Wolf und Luchs zusammenzuleben.

Der vor dem Aussterben bedrohte Pardelluchs.
Der vor dem Aussterben bedrohte Pardelluchs.
Das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) hatte die Konzepte Wolf und Luchs in die Vernehmlassung gegeben. Den Entwurf eines neuen Wolf-Managements hatte der Nationalrat im Juni 2003 mit einem Postulat bestellt. Damit sollte der Wolf geschützt bleiben, aber Kleinviehhaltung in den Alpen weiterhin möglich sein.

Pro Natura verlangt, beide Konzepte zurückzuziehen. Sie führten die Jagd auf Wolf und Luchs durch die Hintertüre ein. Das Raubtier-Management werde auf gesetzeswidrige Art den Interessen von Jägern und Tierhaltern untergeordnet.

Das Konzept Wolf verdiene eher den Titel Konzept Schafe Schweiz, doppelt der WWF Schweiz nach. Die Schweiz müsse das Überleben ihrer Wolfpopulationen auf lange Frist garantieren, fordert der WWF.

Das BUWAL schlägt vor, Luchse und Wölfe zu schiessen, wenn die Rehpopulation einer Region zu stark abnimmt. Das Gewehr anlegen dürfen die Jäger auch, wenn ein Wolf oder eine Wölfin in vier Monaten 50 Nutztiere reisst oder es innert eines Monats auf 25 Risse bringt.

Wenn Nutzvieh Schaden erleidet, kann beim Erteilen einer Abschusserlaubnis zudem auf lokale Gegebenheiten Rücksicht genommen werden, was bei Pro Natura auf Widerstand stösst. Die Organisation stört sich weiter daran, dass in Gebieten, wo Grossraubtiere leben, neu auch für vermisste und abgestürzte Tiere Entschädigungen bezahlt werden.

Schaf- und Ziegenhalter wollten die Haltung von Kleinvieh im Alpenraum weiterhin ohne besondere Schutzmassnahmen gegen Raubtiere ermöglichen, schreibt dagegen der Schweizerische Bauernverband (SBV).

Die Umsiedlung von Luchsen lehnt der SBV grundsätzlich ab. Die Schafhalter fordern zudem, jeden eingewanderten Wolf abzuschiessen. In der Schweiz gebe es für diese Tiere keinen Lebensraum.

Der Dachverband der Schweizerischen Jagdverbände begrüsst das Luchs-Konzept. Es helfe den Kantonen, mit der Raubkatze umzugehen.

Dagegen bedauern die Jäger, dass sich das Konzept für das Meutetier Wolf ans Luchs-Konzept anlehnt. Ein einzelnes eingewandertes Tier zu tolerieren, mache keinen Sinn, weil es wegen der verursachten Schäden ohnehin geschossen werde.

(bsk/sda)

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