Kopf-an-Kopf-Rennen in Ungarn
publiziert: Sonntag, 9. Apr 2006 / 23:20 Uhr

Budapest - Bei der Parlamentswahl in Ungarn zeichnet sich ein Erfolg der rechts- konservativen Opposition ab. Nach Auszählung von 93 Prozent der Wählerstimmen lag die regierende sozialistische MSZP mit 43,3 Prozent knapp vorn.

Ferenc Gyurcsany ist der Spitzenkandidat der regierenden Ungarischen Sozialistischen Partei.
Ferenc Gyurcsany ist der Spitzenkandidat der regierenden Ungarischen Sozialistischen Partei.
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Die konservative Oppositionspartei FIDESZ brachte es auf 42,3 Prozent. Die Fünf-Prozent-Hürde schafften nach den provisorischen Angaben auch die mitregierenden Liberalen (rund 6 Prozent) und - sehr knapp - die oppositionelle Mitte-Rechts-Partei MDF (rund 5 Prozent).

Angesichts des komplizierten Wahlsystems war zunächst offen, ob sich die Wahlen womöglich erst bei Stichwahlen in zwei Wochen entscheiden.

Schon am Mittag hatte sich eine rege Wahlbeteiligung abgezeichnet. Spitzenkandidat der MSZP war der 44-jährige Ferenc Gyurcsany, der das Land seit 2004 führt. Sein Herausforderer war der frühere Regierungschef Viktor Orban, Vorsitzender der FIDESZ.

Nach dem Wahlsystem kommt es in Wahlbezirken zu Stichwahlen, in denen kein Direktkandidat auf Anhieb die absolute Mehrheit gewinnt. 176 von 386 Parlamentssitzen sind für Direkt-, der Rest für Listenkandidaten reserviert.

(bert/sda)

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