Bestätigung
Kopf in Kanada stammt von Magnotta-Opfer
publiziert: Donnerstag, 5. Jul 2012 / 13:07 Uhr

Montreal - In einem Park in Kanada ist der Kopf des mutmasslichen Opfers des in Deutschland festgenommenen Pornodarstellers Luka Rocco Magnotta entdeckt worden. Der Kopf war das letzte noch vermisste Körperteil des chinesischen Studenten, den Magnotta im Mai getötet haben soll.

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Die Polizei im kanadischen Montreal bestätigte den Fund am Mittwoch (Ortszeit). Magnotta steht unter dem Verdacht, seinen Liebhaber ermordet, die Leiche nach dem Mord zerstückelt und die Teile an kanadische Parteien und Schulen verschickt zu haben.

Der Kopf des getöteten Studenten sei bereits am Sonntag im Angrignon-Park in Montreal gefunden worden, nachdem die zuständige Polizeieinheit einen Hinweis erhalten habe, sagte Polizeisprecherin Anie Lemieux.

Der Park befindet sich wenige Kilometer von der Wohnung Magnottas entfernt. Der Kopf des Opfers habe sich bereits eine ganze Weile in dem Park befunden, sagte Lemieux weiter. Entscheidend sei, dass das, nach dem sie gesucht hätten, gefunden worden sei, sagte die Polizeisprecherin. Die restlichen Ermittlungen könnten nun fortgesetzt werden.

Festnahme in Deutschland

Der Mordverdächtige Magnotta war aus Kanada geflohen und Anfang Juni in einem Internetcafé in Berlin-Neukölln festgenommen worden. Anschliessend wurde er nach Kanada ausgeliefert.

Der aufsehenerregende Mordfall um Magnotta kam erstmals ans Licht, als Ende Mai ein Paket mit einem abgetrennten Fuss in der Zentrale der konservativen Regierungspartei in Kanada geöffnet wurde. Noch am gleichen Tag wurde in einer Poststelle ein Paket mit einer Hand entdeckt, das an die kanadische Liberale Partei adressiert war.

Der 29-jährige Magnotta stellte nach Angaben der Ermittler ein Video ins Internet, auf dem er beim Sex mit der zerstückelten Leiche des Opfers zu sehen sein soll. Eine anderes Video soll zeigen, wie Magnotta Teile der Leiche seines Opfers isst.

Der Pornodarsteller wird des Mordes, der Schändung eines Leichnams und der Belästigung des kanadischen Ministerpräsidenten Stephen Harper und Mitgliedern des Parlaments beschuldigt. Zudem wird ihm zur Last gelegt, das Postsystem für die Zustellung von «obszönen, unanständigen, unmoralischen oder ehrenrührigen» Materials genutzt zu haben. Magnotta hat sich für nicht schuldig erklärt.

(bert/sda)

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