Kostunica lehnt die Autonomie des Kosovo ab
publiziert: Mittwoch, 12. Jul 2006 / 08:46 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 12. Jul 2006 / 10:13 Uhr

Washington - Der serbische Präsident Vojislav Kostunica hat eine Unabhängigkeit des Kosovo kategorisch abgelehnt. Die serbischen Behörden könnten die Unabhängigkeit nicht akzeptieren, sagte er nach einem Treffen mit US-Aussenministerin Condoleezza Rice in Washington.

Vojislav Kostunica will «sich (nicht) 15 Prozent seines Territoriums entreissen zu lassen».
Vojislav Kostunica will «sich (nicht) 15 Prozent seines Territoriums entreissen zu lassen».
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Kostunica soll sich am Donnerstag vor dem UNO-Sicherheitsrat zu dem Thema äussern. Nach Angaben eines serbischen Regierungssprechers will er die UNO dabei «vor jeder auferlegten Lösung warnen und ankündigen, dass es absolut inakzeptabel für Serbien ist, sich 15 Prozent seines Territoriums entreissen zu lassen».

Die Albaner, die 90 Prozent der Bevölkerung des Kosovo stellen, fordern die Unabhängigkeit. Belgrad will allenfalls eine weit reichende Autonomie akzeptieren.

Im Februar hatten unter UNO-Vermittlung Verhandlungen zwischen Pristina und Belgrad über den zukünftigen Status der serbischen Provinz begonnen. Bislang gab es kein konkretes Ergebnis. Am Donnerstag soll der UNO-Sondergesandte Martti Ahtisaari im UNO- Sicherheitsrat seinen Bericht über den Stand der Verhandlungen vorlegen.

Für Ende Juli ist in Wien eine neue Gesprächsrunde geplant. Das Kosovo wird seit dem Ende der NATO-Luftangriffen 1999 von der UNO verwaltet.

(fest/sda)

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