Kostunica will Präsidentenwahl anfechten
publiziert: Montag, 9. Dez 2002 / 08:00 Uhr

Belgrad - Auch der zweite Anlauf zur Präsidentschaftswahl in Serbien ist an zu geringer Wahlbeteiligung gescheitert. Die Partei des jugoslawischen Präsidenten Vojislav Kostunica will heute beim obersten serbischen Gericht Einspruch gegen das Ergebnis erheben.

Vojislav Kostunica, amtierender Präsident Jugoslawiens.
Vojislav Kostunica, amtierender Präsident Jugoslawiens.
Zoran Sami von der Demokratischen Partei Serbiens (DSS) sagte, das Wahlverzeichnis enthalte mindestens 400 000 Namen von nicht existierenden Wählern. Dies sei der Grund, weshalb die Präsidentschaftswahl wiederum am nicht erreichten Quorum von mehr als 50 Prozent Beteiligung gescheitert sei.

Kostunica sprach sogar von 450 000 Phantomwählern. Viele Tote seien als Wahlberechtigte registriert worden. Der jugoslawische Präsident bezeichnete den ganzen Wahlprozess als eine Schande.

Er bezichtigte die Regierung seines früheren Koalitionspartners Zoran Djindjic, mehrere Fallen gestellt zu haben, weil sie nicht den Erfolg der Wahlen und der Demokratie wünschten.

Das von der Wahlkommission mit der Auszählung betraute Statistik-Institut bestätigte unterdessen aufgrund vorläufiger Ergebnisse das Scheitern der Präsidentschaftswahl. Demnach lag die Wahlbeteiligung bei knapp 44 Prozent der 6,5 Millionen Wahlberechtigten.

Kostunica lag mit 57,9 Prozent in Führung, gefolgt vom Ultranationalisten Vojislav Seselj mit 36 Prozent und dem Vorsitzenden der ebenfalls ultranationalistischen Partei der Serbischen Einheit, Borislav Pelevic, mit 3,3 Prozent der Stimmen.

(bert/sda)

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