Krankenkassen sollen Nichtraucher-Pille bezahlen
publiziert: Dienstag, 24. Apr 2007 / 21:50 Uhr

Bern - Die Grundversicherungen der Krankenkassen sollen für die rezeptpflichtige Nichtraucherpille «Champix» künftig bezahlen. Die Herstellerin Pfizer hat einen entsprechenden Antrag an das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gestellt.

Bei mit «Champix» behandelten Probanden rauchten nach einem Jahr 22 Prozent nicht mehr.
Bei mit «Champix» behandelten Probanden rauchten nach einem Jahr 22 Prozent nicht mehr.
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Unterstützung erhält das Pharmaunternehmen von der Mehrheit der Arzneimittelkommission, die das BAG berät. Das Präparat dürfe aber nur unter strengen Voraussetzungen bezahlt werden, sagte Max Giger, Mitglied der Arzneimittelkommission, in der Sendung «Kassensturz» des Schweizer Fernsehens.

Das BAG wollte keine Stellung nehmen. BAG-Sprecher Daniel Dauwalder sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, man kommentiere keine laufenden Verfahren. Die Arzneimittelkommission sei indessen ein reines Konsultativorgan.

Befürworter der Aufnahme von «Champix» in die Liste der von der Grundversicherung bezahlten Präparate argumentieren, dass hohe Folgekosten des Rauchens eingespart werden können. Kritiker befürchten, dass Kosten von mehreren hundert Millionen Franken entstehen, was die Gefahr eines Prämienanstiegs mit sich bringe.

In Studien zeigte sich, dass von mit «Champix» behandelten Probanden nach einem Jahr 22 Prozent nicht rauchten, bei einem ähnlich funktionierenden anderen Medikament waren es 16 Prozent. Von den Probanden, die ein Placebo erhalten hatten, waren 8 Prozent Nichtraucher.

(smw/sda)

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