Schlechte Ernährung beschäftigt kaum
Krankenkassenprämien machen Sorgenfalten
publiziert: Donnerstag, 10. Jan 2013 / 11:14 Uhr
Für Krankheit bezahlen beschäftigt eher, wie für Gesundheit sorgen.
Für Krankheit bezahlen beschäftigt eher, wie für Gesundheit sorgen.

Bern - Die Krankenkassenprämien bereiten den Menschen in der Schweiz die grössten Sorgen. Das hat das Konsumentenforum (kf) nach einer repräsentativen Umfrage bei rund 1000 Personen festgestellt. Von der Politik fordert die Organisation deshalb Lösungen.

12 Meldungen im Zusammenhang
Das Konsumentenforum stellte am Donnerstag in Bern seinen neuesten Pulsmesser vor. Rund 1000 Personen setzten in der Befragung durch Isopublic zwölf vorgegebene Themen auf eine sechsstufige Sorgenskala. Die steigenden Prämien der Krankenkassen erhielten die zweithöchste Note 5 und erwiesen sich damit als grösste Sorge.

Mittelklasse belastet

Für kf-Präsidentin Franziska Troesch-Schnyder ist dieses Resultat ein Zeichen, dass vor allem die Mittelklasse unter der Belastung durch die Prämien leidet. «Nach dem Scheitern von Managed Care muss sich die Politik endlich zu griffigen Lösungen durchringen», liess sie sich in der Mitteilung zitieren.

Zweitgrösstes Ärgernis sind mit einem Wert von 4,8 «Alkoholmissbrauch und zunehmende Gewaltbereitschaft der Jugend». Dahinter folgen «steigende Strom- und Energiekosten» mit 4,5 sowie «aggressive und belästigende Werbung» mit einem Wert von 4,4.

Einen Wert von noch 4,3 erhalten die Themen «Versagen von wirksamen Antibiotika-Behandlungen als Folge von vermehrtem Einsatz von Antibiotika beim Menschen und in der Tierzucht» und «Leistungsabbau respektive höhere Preise bei Post oder SBB».

Etwas weniger Sorgen machen «dubiose Geschäftspraktiken im Internet» und «gentechnisch hergestellte Zusatzstoffe in Lebensmitteln und Futter» (je 4,2 auf der Skala) sowie «Gefahren im Umgang mit Social Media-Netzwerken». Dieses Thema erreichte einen Wert von 3,8 auf der Skala.

Tiefer Wert für Gefährdung durch Elektrosmog

Das erstmals in den Pulsmesser aufgenommene Thema «falsche Ernährung» und sich daraus ergebende Probleme wie Übergewicht haben einen Wert von etwas mehr 3,6 erreicht. Das kf sieht deshalb erheblichen Informationsbedarf. Einen Wert von 3,6 erreichte die Gefährdung durch Elektrosmog.

Die Wirtschaftskrise in den USA und in der EU mache den Befragten eher wenig Sorgen, schrieb das kf. Für rund jede vierte Person ist die Gefahr, an Wohlstand zu verlieren oder keine Arbeitsstelle mehr zu haben, «sehr besorgniserregend», was der obersten Stufe der Skala entspricht. Im Mittel erreichte das Thema den Wert 4,25.

Das Konsumentenforum bezeichnet sich als liberale Organisation. Nach eigenen Angaben vertritt es eine halbe Million Konsumentinnen und Konsumenten.

 

(bert/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Auch in diesem Jahr bereiten die hohen Gesundheitskosten den ... mehr lesen
Unterschiedlichste Ängste.
Alain Berset sucht erneut das Gespräch mit den Kantonen, um eine Lösung zu finden. (Archivbild)
Bern - Gesundheitsminister Alain Berset sucht erneut das Gespräch mit den Kantonen, um eine Lösung für die in einigen Kantonen zu viel bezahlten Krankenkassenprämien zwischen 1996 und ... mehr lesen
Bern - Nach Genf und Zürich haben ... mehr lesen
Tessin und Waadt äussersten Unverständnis über die Einstellung der SGK.
Seit mehr als 15 Jahren hätten die Zürcherinnen und Zürcher höhere Krankenkassenprämien bezahlt.
Zürich - Der Kanton Zürich soll sich für eine Rückerstattung von zu viel bezahlten Krankenkassenprämien stark machen: Die FDP hat am Montag einen entsprechenden Vorstoss im ... mehr lesen
Versicherungen Genf - Der Kanton Genf will die von der Gesundheitskommission (SGK) des ... mehr lesen
23 Millionen zu viel an Krankenkassenprämien einbezahlt.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Versicherungen Bern - Die in einigen Kantonen zu viel bezahlten Krankenkassenprämien werden wohl nicht ausgeglichen. Die Gesundheitskommission des Ständerats ist zum Schluss gekommen, dass es keinen gerechten Ausgleich gibt. Sie prüfte Vorschläge des Bundesrates und der Kantone. mehr lesen 
Die Arbeitslosigkeit ist die grösste Angst der Schweizer.
Zürich - Die Schweizerinnen und ... mehr lesen
Etschmayer Angst ist sehr wichtig für unser ... mehr lesen 2
Der Killer und der Fisch: Kühe töten wesentlich mehr Menschen als Haie.
Versicherungen Neuenburg - Die Schweizer Haushalte haben die steigenden Krankenkassenprämien in diesem Jahr weniger stark in ihrem Portemonnaie gespürt als auch schon. Das Wachstum des durchschnittlichen verfügbaren Einkommens lag wegen der höheren Prämien 0,2 Prozentpunkte tiefer. mehr lesen 
Versicherungen Bern - Die Krankenkassenprämien für Erwachsene steigen im kommenden Jahr im Durchschnitt um 1,5 Prozent. Dies ist der zweittiefste Prämienaufschlag seit Einführung des Krankenversicherungsgesetzes 1996. Für Kinder sinken die Prämien um durchschnittlich 1,4 Prozent. mehr lesen 
Genf - Der UNO-Berichterstatter für ... mehr lesen
Übergewicht und Fettleibigkeit verursachten weltweit 2,8 Millionen Todesfälle im Jahr.
Zum Glück...
muss man als Opfer schwer krimineller Straftaten keine Krankenkasse, Steuern etc. mehr bezahlen wenn man gezwungen wird Schwarzarbeit zu verrichten, weil man kein Arbeitslosengeld/Sozialhilfe erhält, obwohl man 25 Jahre lückenlos einzahlte. Noch besser allerdings ist, dass mit dem gesparten Steuer/KK-geld viel mehr Urlaub drinliegt und bessere Privatversicherungen abgeschlossen werden können. Und wenn Schwarzarbeit aus Notwehr verrichtet wird, kann von den Behörden nichts dagegen unternommen werden, sofern die Schwarzarbeit die Integrität, Unabhängigkeit und Sicherheit der betroffenen Familie gewährleistet und die Schwarzarbeit bei den Behörden ordentlich deklariert wird. Daher interessieren Krankenkassenprämien wenig bis gar nicht.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Schritt für Schritt die besten Angebote erhalten.
Schritt für Schritt die besten Angebote ...
Publinews Heutzutage ist es nicht sonderlich leicht, die Reinigung vom Fach machen zu lassen. Hinzu kommt, dass man gerade mit einer eigenen Firma oder aber auch einem einfachen Bürokomplex kann man sich an einen Fachmann wenden, der einiges zu bieten hat. mehr lesen  
Publinews    Wenn man von optimaler Begleitung ... mehr lesen  
Einschulung.
Hohes Verlustrisiko aufgrund der hohen Volatilität.
Trends für 2019  Geht es um Trends der digitalen Devisen für 2019, rangiert der Bitcoin ganz vorn. Auch Ethereum, Bitcoin Cash und Ripple stehen hoch ... mehr lesen  
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen   3
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 3°C 8°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Basel 4°C 9°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
St. Gallen 3°C 7°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen freundlich
Bern 3°C 8°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen sonnig
Luzern 3°C 8°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen freundlich
Genf 4°C 10°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen sonnig
Lugano 0°C 16°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten