Krankenkassenprämien steigen 2005
publiziert: Sonntag, 11. Jul 2004 / 09:07 Uhr

Bern - Die statistischen Abteilungen der Krankenkassen haben alle Hände voll zu tun. Bis zum 31. Juli müssen die Kassen dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) ihre Prämien für 2005 bekanntgeben. Es zeichnet sich eine durchschnittliche Erhöhung von 5 bis 6 % ab.

Fast alle Krankenkassen schlossen 2003 mit schwarzen Zahlen ab.
Fast alle Krankenkassen schlossen 2003 mit schwarzen Zahlen ab.
Es handle sich hierbei um eine grobe Schätzung, erklärte der Sprecher der Krankenversicherung CSS, Stephan Michel, gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Die Verantwortlichen von Intras und Visana stufen wie der Krankenkassenverband santésuisse einen mittleren Anstieg der Prämien von 5 bis 6 % ebenfalls als realistisch ein.

Michel rechnet mit einem Anstieg der Gesundheitskosten von 4,5 bis 5 % im Jahr 2004. Da bei erhöhten Prämien auch höhere Reserven und Rückstellungen gebildet werden müssen, könnten die Prämien nicht bloss den gestiegenen Kosten angepasst werden. Die Prämien dürften somit im Durchschnitt um maximal 7,5 % ansteigen, schätzt Michel.

Die gute finanzielle Lage der Krankenkassen, die das Jahr 2003 praktisch alle mit schwarzen Zahlen abgeschlossen haben, sollte trotz der immer noch steigenden Gesundheitskosten eine moderate Prämienerhöhung erlauben, sagte Yves Seydoux, Sprecher von santésuisse.

Ohne Zahlen der Krankenkassen vorweg zu nehmen, schliesst Seydoux nicht aus, dass einige Kassen einen durchschnittlichen Prämienanstieg von weniger als 5 % vorschlagen werden. Dies dürfte bei der Assura und der Groupe Mutuel der Fall sein, liessen deren jeweilige Verantwortliche verlauten.

Michel Liebmann, Marketing-Direktor bei Intras, mahnte zur Vorsicht. Wenn wir von einem mittleren Anstieg von 5 % sprechen, dann bedeutet dies, dass sich die Versicherten auf Erhöhungen zwischen 0 und 10 % gefasst machen müssen, abhängig von ihrem Wohnkanton, ihrem Alter oder ihrer Franchise.

Der Mittelwert treffe nur auf Personen mit einer Minimalfranchise von 300 Franken zu, erklärte Jean-Paul Diserens, Direktor der Assura. Die Mehrheit der Versicherten habe indes eine individuell festgelegte Franchise. Auch in Anbetracht der kantonalen Unterschiede sei ein schweizweiter Mittelwert nicht aussagekräftig.

Die Geschäftsführer anderer Krankenkassen wie Helsana, Concordia oder Swica wollten keine Auskunft geben, solange die Berechnungen noch laufen. Es macht keinen Sinn, provisorische Zahlen zu kommentieren, betonte der Sprecher der Swica.

(rr/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit ...
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen 3
350 ausländische Campierer  Bern - Seit einigen Tagen campieren mittlerweile rund 350 ausländische Fahrende im bernischen Witzwil. Die Anwohner beklagen sich über Lärm, Dreck ... mehr lesen  
Trotz Anwesenheit des Sicherheitspersonals verlaufe der Aufenthalt der Fahrenden aber nicht konfliktfrei, schreibt der Kanton. (Symbolbild)
Einkommen weniger wichtig  Kinder verheirateter Eltern haben mehr Selbstvertrauen und sind glücklicher, egal wie hoch das Einkommen der Familie unter dem Strich ist. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Untersuchung der britischen Marriage Foundation. mehr lesen  
Falsche Sichtweise  Selbst wenn sie hohe Steuerabgaben leisten müssen, leben reiche Amerikaner grösstenteils weiter in ihren angestammten Bundesstaaten und ziehen nicht in eine andere US-Region mit günstigeren Steuerbedingungen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 13°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Basel 15°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 14°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Bern 13°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 14°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Genf 16°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 18°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten