Krankenkassenprämien steigen um 2,6 Prozent
publiziert: Freitag, 3. Okt 2008 / 09:42 Uhr / aktualisiert: Freitag, 3. Okt 2008 / 12:45 Uhr

Bern - Die Krankenkassenprämien für die Grundversicherung steigen im nächsten Jahr für Erwachsene ab 26 Jahren um durchschnittlich 2,6 Prozent. Zwischen den Kantonen sind die Unterschiede allerdings beträchtlich.

26-Jährige müssen im Durchschnitt 2,6 Prozent mehr für die Grundversicherung zahlen. (Symbolbild)
26-Jährige müssen im Durchschnitt 2,6 Prozent mehr für die Grundversicherung zahlen. (Symbolbild)
8 Meldungen im Zusammenhang
Am höchsten ist der Anstieg mit 6,7 Prozent im Kanton Obwalden. Genf profitiert dagegen als einziger Kanton von einer Senkung um 0,1 Prozent. In den Kantonen Jura, Neuenburg, Schaffhausen, Thurgau, Tessin, Waadt und Zürich steigen die Prämien zwischen 0,6 und 2,5 Prozent, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte.

13 Kantone - Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Freiburg, Glarus, Graubünden, Solothurn, Schwyz, Wallis und Zug - weisen eine Erhöhung zwischen 2,8 und 4,7 Prozent auf.

Anstieg unter 5 Prozent

Die grössten Prämienerhöhungen erwarten mit einem Anstieg zwischen 5,3 und 6,7 Prozent die Kantone Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen und Uri. Es ist das vierte Jahr in Folge, dass der Prämienanstieg unter dem langjährigen Durchschnitt von knapp 5,0 Prozent liegt.

2008 war die Erhöhung mit 0,5 Prozent gar die tiefste seit Einführung des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) im Jahr 1996. Dies hatte unter anderem damit zu tun, dass verschiedene Krankenkassen vorab in der Westschweiz auf Geheiss von Gesundheitsminister Pascal Couchepin ihre Reserven abbauen mussten. 2007 lag der Prämienanstieg bei 2,2 Prozent.

Basel am teuersten

Durchschnittlich kostet im kommenden Jahr eine Grundversicherung (inkl. Unfall, bei einer Franchise von 300 Franken) 322,86 Franken. Am wenigsten berappen müssen wie im laufenden Jahr die Nidwaldner (230,45 Franken). Obwohl Obwalden den höchsten Anstieg verkraften muss, bleibt die Prämie dort mit 246,96 Franken die drittgünstigste im Land.

Am tiefsten in die Tasche greifen müssen neu die Basler. Im Kanton Basel-Stadt liegt die durchschnittliche Prämie bei 420,26 Franken. Basel-Stadt löst somit Genf an der Spitze ab. Trotz einer Prämiensenkung liegt Genf mit durchschnittlichen Kosten von 418,37 Franken immer noch auf dem zweiten Platz.

Die Prämien für junge Erwachsene zwischen 19 und 25 Jahren steigen um durchschnittlich 4,2 Prozent. Für Kinder bis 18 Jahre kostet die Grundversicherung 1,5 Prozent mehr.

Am billigsten sind Kinderversicherungen in Nidwalden (56,14), gefolgt von Appenzell Innerrhoden (56,35) und Ausserrhoden (59,51). Am meisten für ihren Nachwuchs müssen die Eltern in Basel-Stadt berappen. Deren Prämie liegt bei 101,50 Franken.

Kantonale Grundversicherung mit 26 Jahren

Kanton....Prämie.2008....Prämie.2009....Differenz.2008/2009.in.%

OW........231,37.........246,96.........6,7.%
UR........239,46.........252,59.........5,5.%
SG........267,14.........281,55.........5,4.%
LU........263,88.........278,18.........5,4.%
NW........218,75.........230,45.........5,3.%
SO........282,81.........296,23.........4,7.%
AG........282,04.........295,17.........4,7.%
AR........236,96.........247,78.........4,6.%
BL........317,68.........331,58.........4,4.%
AI........222,95.........232,65.........4,3.%
SZ........259,49.........270,43.........4,2.%
ZG........253,44.........263,61.........4,0.%
VS........262,58.........272,72.........3,9.%
BE........333,32.........345,90.........3,8.%
GL........260,08.........269,76.........3,7.%
FR........288,67.........298,36.........3,4.%
GR........258,61.........266,05.........2,9.%
BS........409,00.........420,26.........2,8.%
Schweiz...314,61.........322,86.........2,6.%
TG........289,57.........296,69.........2,5.%
SH........299,46.........305,85.........2,1.%
JU........333,92.........340,10.........1,9.%
NE........363,22.........368,55.........1,5.%
VD........369,88.........374,96.........1,4.%
ZH........309,56.........311,71.........0,7.%
TI........370,11.........372,16.........0,6.%
GE........418,91.........418,37........-0,1.%

Als Basis wurden die Prämien inklusive Unfalldeckung bei einer Franchise von 300 Franken angenommen.

(tri/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Im Kampf gegen steigende Gesundheitskosten möchte die SVP ... mehr lesen 7
Die SVP möchte den Selbstbehalt von 700 auf 1400 Franken heben. (Symbolbild)
Die Gesundheiskosten dürften sich innerhalb von 15 Jahren verdreifacht haben.
Zürich - Im kommenden Jahr dürften die Gesundheitsausgaben in der Schweiz um 4,3 Prozent ansteigen, im Jahr 2010 dann noch um 3,8 Prozent. Dies prognostiziert die KOF Konjunkturforschungsstelle der ... mehr lesen
Durchschnittlich könnten 1269 Franken pro Haushalt und Jahr an Krankenkassenprämien eingespart werden.
Zürich - Jeder Schweizer Haushalt könnte mit einem Wechsel der Krankenkasse durchschnittlich 1269 Franken Prämien sparen. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage des ... mehr lesen 1
Bern - Die Sparpolitik des Krankenkassenverband santésuisse ... mehr lesen
Viele kleine Grundversorger seien gefährdet, so Haller.
Weitere Artikel im Zusammenhang
SKS-Präsidentin Simonetta Sommaruga, SP, warf dem Parlament Untätigkeit vor.
Bern - Die ansteigenden Krankenkassenprämien stossen bei Konsumentenschützern und der Schweizerischen Patientenorganisation nicht auf offene Ohren. Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Johann Schneider-Ammann eröffnet den Gotthard-Basistunnel.
Johann Schneider-Ammann eröffnet den Gotthard-Basistunnel.
Beginn mit Segnung  Bern - Mit einem Treffen der Verkehrsminister der Alpenländer am Dienstagnachmittag werden die Feierlichkeiten zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels eingeläutet. Wenige Stunden später wird der Tunnel der SBB übergeben. mehr lesen 
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum ... mehr lesen   1
Mit 124 zu 64 Stimmen genehmigte die grosse Kammer den Bundesbeschluss über den Nachtrag I zum Voranschlag 2016.
In den nächsten drei Wochen wird im Bundeshaus wieder fleissig politisiert. (Archivbild)
Gotthard steht im Zentrum  Bern - In Bern beginnt heute Montag die Sommersession der eidgenössischen Räte. In der ersten Woche ... mehr lesen  
Gotthard 2016  Altdorf - Die Alpen-Initiative fordert den Bundesrat auf, mit der Verlagerung der Gütertransporte von der Strasse auf die Schiene vorwärts zu machen. Die Mitglieder ... mehr lesen
Der Bundesrat müsse dafür sorgen, dass sich der Tunnel bezahlt mache.
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 16°C 30°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 16°C 31°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 16°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Bern 15°C 30°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 17°C 30°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 18°C 31°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 21°C 32°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten