Krawall bei chinesischem Apple-Lieferant überschattet iPhone-Rekord
publiziert: Montag, 24. Sep 2012 / 21:36 Uhr / aktualisiert: Montag, 24. Sep 2012 / 22:07 Uhr
Apple hätte noch mehr iPhones verkaufen können.
Apple hätte noch mehr iPhones verkaufen können.

Taipeh - Krawalle beim wichtigen chinesischen Apple-Zulieferer Foxconn haben den Verkaufserfolg von Apples neuem iPhone 5 überschattet. Nach einer Massenschlägerei in einem Schlafsaal für Foxconn-Arbeiter ruht die Produktion in einem Werk.

Als Apple Premium Reseller kennen wir den Mac bis ins kleinste Detail
Data Quest AG
Moosmattstrasse 36
8953 Dietikon
9 Meldungen im Zusammenhang
Branchenexperten befürchten nun, dass Apple mit der Herstellung des begehrten Smartphones nicht mehr nachkommen könnte. Das iPhone 5 ging in den ersten drei Tagen über fünf Million Mal über den Ladentisch, wie der Apple-Konzern am Montag mitgeteilt hatte.

Allerdings hätte Apple gemäss Analysten noch weit mehr Modelle verkaufen können, wenn es keine Lieferengpässe gegeben hätte. Dies könnten sich noch verschärfen, denn eine Foxconn-Fabrik in Nordchina musste wegen einer laufenden Untersuchung geschlossen bleiben, wie Foxconn-Sprecher Louis Woo der Nachrichtenagentur Reuters sagte.

Foxconn wollte weder bestätigen, um welchen Standort es sich genau handelte, noch was genau dort produziert wird. Einem Mitarbeiter zufolge ist das Werk Taiyuan betroffen, das unter anderem das neue iPhone 5 von Apple fertigt. Die Schliessung soll voraussichtlich zwei bis drei Tage dauern.

Massenschlägerei im Schlafsaal

Foxconn teilte mit, ein «privater Streit» zwischen einigen Angestellten sei am Sonntag in einem Schlafsaal eskaliert. Es habe mehrere Stunden gebraucht, bis die Polizei die Lage unter Kontrolle gebracht habe.

Beteiligt waren rund 2000 Menschen, etwa 40 seien verletzt worden und mussten im Spital behandelt werden. Nach Medienberichten sind drei von ihnen in einem ernsten Zustand.

«Der Grund für den Streit wird derzeit ermittelt, und wir arbeiten eng mit den Behörden zusammen», teilte Foxconn mit. Es sehe aber nicht so aus, als ob der Vorfall etwas mit der Arbeit zu tun gehabt habe. Ein Vertreter des Werkes lehnte eine Stellungnahme ab. Von der Polizei in Taiyuan war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

Arbeiter misshandelt?

Beiträge in Internet-Foren hinterliessen einen anderen Eindruck. Ein Blogger schrieb unter dem Namen «Jo-Liang» beim Twitter-ähnlichen chinesischen Dienst Sian Weibo, vier oder fünf Sicherheitskräfte hätten einen Arbeiter fast zu Tode geprügelt.

In einem anderen Beitrag hiess es, Aufseher hätten bis zu zwei Arbeiter aus der Provinz Henan geschlagen. Dies wiederum habe andere Arbeiter dazu veranlasst, Decken anzuzünden und diese aus den Fenstern zu werfen. Die Beiträge konnten nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden.

«Kein Dialog»

Foxconn war in der Vergangenheit mehrfach wegen der Arbeitsbedingungen in die Kritik geraten. Für negative Schlagzeilen sorgten in der Vergangenheit die Selbstmorde mehrerer Angestellter.

Nach heftigen Protesten sagten Apple und Foxconn später zu, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Die Fair Labor Association (FLA) attestierte Foxconn zuletzt Fortschritte, mahnte aber weitere Anstrengungen an.

In der nun betroffenen Fabrik sind 79'000 Menschen beschäftigt, insgesamt arbeiten rund eine Million Menschen in China für Foxconn. Die Tochter von Hon Hai Precision Industry ist auch Auftragsfertiger für Dell und Nokia.

Eine Menschenrechtsgruppe aus Hongkong, die sich für bessere Arbeitsbedingungen einsetzt, sah den Grund für die Massenschlägerei in den Bedingungen vor Ort.

«Es gibt ganz klar eine grosse Frustration und Ärger unter den Mitarbeitern und ausser Gewalt keine Möglichkeit, damit fertig zu werden», erklärte die Gruppe China Labour Bulletin. «Es gibt keinen Dialog und keine Konfliktlösungsstrategien, seien die Probleme auch noch so klein.»

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Hohe Preise und keine überzeugende Verbesserungen im Design. mehr lesen
Wo bleiben die Kunden?
Derzeit spricht Apple in seinem Online-Shop von Lieferzeiten zwischen drei bis vier Wochen.
Foxconn-Chef Gou: «Apple iPhone 5 ist nicht leicht herzustellen». mehr lesen
Peking - Einen Tag nach der Massenschlägerei in einem chinesischen Werk des Apple-Zulieferers Foxconn hat die Fabrik wieder geöffnet. Dies teilte ein Manager des ... mehr lesen
Foxconn ist der weltweit grösste Hersteller von Computerteilen und baut unter anderem Geräte für Apple, Sony und Nokia.(Symbolbild)
Taipeh - In einer chinesischen Fabrik des Apple-Zulieferers Foxconn Technology ist nach einer Massenschlägerei die Produktion ... mehr lesen
Ein Streit zwischen mehreren Arbeitern hat sich zu einer Prügelei mit 2000 Beteiligten ausgeweitet. (Symbolbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Taipeh - Foxconn hat eine Gewinnwarnung herausgegeben und angekündigt, dass sich der Verlust im ersten Halbjahr ausweiten wird. Der Aktienkurs rauscht in die Tiefe: Bei Redaktionsschluss dieser Meldung (11:38 Uhr) notiert das Papier im Frankfurter Handel mit einem Minus von mehr als 15 Prozent bei 0,36 Euro. mehr lesen 
Peking - Unter dem Druck massiver Kritik an den Arbeitsbedingungen in China will der Apple-Zulieferer Foxconn die Gehälter seiner Mitarbeiter erhöhen. Die Arbeitszeit werde reduziert und das Lohnniveau gleichzeitig angehoben, sagte Foxconn-Chef Terry Gou am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters. mehr lesen 
San Francisco - Die vom IT-Riesen Apple eingeleitete unabhängige Inspektion seines wichtigsten Zulieferers Foxconn hat ... mehr lesen
Die Arbeitsbedingungen in China müssen verbessert werden.
Als Apple Premium Reseller kennen wir den Mac bis ins kleinste Detail
Data Quest AG
Moosmattstrasse 36
8953 Dietikon
Bose habe seit über 30 Jahren an der Technologie zur aktiven Geräuschunterdrückung geforscht und viele Patente dafür angehäuft.
Bose habe seit über 30 Jahren an der Technologie zur aktiven ...
Bose wirft Beats Patentverletzungen vor  New York - Die EU-Kommission hat die drei Mrd. Dollar schwere Übernahme des Kopfhörer-Anbieters Beats durch Apple durchgewunken. Es gebe keine Wettbewerbsbedenken, weil der gemeinsame Marktanteil der beiden Unternehmen bei Kopf- und Ohrhörern gering sei und es viele globale Konkurrenten gebe, teilte die Kommission mit. 
Die Beats sind unter der Haube - von Apple.
Apple kauft Beats für drei Milliarden Dollar Cupertino - Apple kauft für insgesamt drei Milliarden Dollar den Kopfhörer-Hersteller Beats mit dem Streamingdienst Beats von ...
Computer  Cupertino - Apple bleibt dank starker Verkäufe seiner iPhones eine Geldmaschine. Im ...  
Apples Umsatzgarant iPhone.
Microsoft muss Nokia-Übernahme verdauen Redmond - Das zugekaufte Handygeschäft von Nokia lastet auf Microsoft. Im vierten Geschäftsquartal von April bis ...
Auch das Geschäft mit den Surface-Tabletcomputern ist gut angelaufen.
DIGITAL LIFESTYLE: OFT GELESEN
Jetzt auch in schwarz erhältlich.
eGadgets Game-Controller für die Vagina Skea, der Game-Controller für das Beckenmuskeltraining der ...
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 14°C 19°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Basel 12°C 21°C leicht bewölkt leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
St.Gallen 14°C 20°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Bern 16°C 25°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 17°C 23°C bewölkt, Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Genf 14°C 26°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 16°C 30°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten